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Praktisch, vielfältig und ganz einfach: Nachhaltig leben in Braunschweig

Bis zum Jahr 2020 soll die Region Braunschweig-Wolfsburg Referenzregion für Arbeit und Lebensqualität sein. Bereits seit 2014 ist Braunschweig offiziell Fairtrade-Stadt und bekennt sich damit zu sozial gerechter Ökonomie und Ökologie. Damit ist die Löwenstadt in punkto Nachhaltigkeit ganz vorn mit dabei und sorgt mit vielen praktischen Angeboten für eine hohe Lebensqualität. Wir geben einen kleinen Überblick und zeigen, dass Nachhaltigkeit im Alltag nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel schonen kann.

Der Klassiker: Obst und Gemüse aus der Kiste

An Tomaten und Erdbeeren im Winter haben wir uns gewöhnt. Auch daran, dass Obst und Gemüse quer durch die Welt zum Endverbraucher gefahren werden. Das ist praktisch und preiswert – aber wenig nachhaltig. Die Gemüsekiste ist ein Klassiker der regional-nachhaltigen Lebensmittelversorgung. Sie wird von vielen Bauern- und Biobauernhöfen in der Region angeboten, einfach „Gemüsekiste Braunschweig“ in die Suchmaschine eingeben. Die Lieferung erfolgt auf Wunsch direkt vor die Haustür. Die Erzeugung in unmittelbarer Nähe schafft nicht nur verkehrs- und umweltschonende Transportwege, sondern auch Vertrauen und Transparenz: Man weiß, was man hat und wie es hergestellt wird.

Foto: CC0-Lizenz, Pixabay https://pixabay.com/en/vegetables-garden-harvest-organic-790022/

Überflüssiger Abfall? Weg damit!

Beim Standard-Supermarktprodukt sieht es leider anders aus. Außerdem: Was industriell hergestellt und in großen Mengen transportiert wird, ist üblicherweise entsprechend verpackt. Darüber hinaus locken Verpackungen Kunden an und können über den wahren Inhalt hinwegtäuschen. Sparen Sie sich und der Umwelt eine Menge Abfall und verzichten Sie auf Verpackungen bei Lebensmitteln. Netter Nebeneffekt: Sie lernen, Ihren Bedarf an Ihrem realen Verbrauch zu orientieren und nicht nach Verpackungsgrößen. Wo es das in Braunschweig gibt? Bei Wunderbar Unverpackt in der Fallersleber Straße.

Im Wunderbar Unverpackt gibt es von Lebensmitteln bis hin zu Dingen des täglichen Gebrauchs alles ohne Verpackung. Foto: BSM

Teilen statt Wegwerfen

Als Restmüll industrieller Nahrungsmittel bleibt nicht nur die Verpackung übrig, sondern häufig auch das Produkt selbst. Sei es, weil man zu viel gekauft und keinen Appetit mehr hat oder weil das Mindesthaltbarkeitsdatum naht. Aber nur weil man den Appetit verliert, verliert das Nahrungsmittel nicht seinen Wert. Vielleicht ist es die Leibspeise für einen Menschen in Ihrer Nachbarschaft? Finden Sie es heraus und teilen Sie Ihr Essen mit anderen. Das Prinzip nennt sich Food Sharing, ist (zum Teil) netzbasiert, sozial und umweltbewusst – einfach voll im Trend!

Nachhaltig Essen – und Essen gehen

Wer gerne auswärts isst, findet Snacks, Leckereien und Speisen aus nachhaltigen Bioprodukten, teilweise auch vegan, zum Beispiel bei Bellybutton Food, Erna & Käthe oder im Restaurant Brodocz. Fans der Haute Cuisine haben auch in Braunschweig beste Chancen auf ein besonders nachhaltiges Geschmackserlebnis. Im gehobenen Restaurantsegment wird traditionell besonders Wert auf hochwertige und regionale Zutaten gelegt.

Lecker, bio und gut: Svenja und Nina achten darauf, dass die Produkte in der makery von Firmen stammen, die sich engagieren. Foto: BSM

emil statt Auto

Dass Autofahren in vielerlei Hinsicht wenig nachhaltig ist, ist klar. Ob das eher am klimaschädlichen Verbrauch fossiler Rohstoffe liegt oder am ressourcenintensiven Individualverkehr an sich, ist eine andere Frage. Vermeiden Sie einfach beides, indem Sie soweit wie möglich öffentliche Verkehrsmittel nutzen. In Braunschweig können Sie das mit dem akkubetrieben, hochmodernen emil der Braunschweiger Verkehrs GmbH sogar besonders nachhaltig.

Sparen mit Car Sharing

Nichtsdestotrotz ist ein Auto hin und wieder sehr nützlich. Ein Grund für den Autokauf? Wenn Sie im Jahr weniger als 10.000 Kilometer fahren: Nein. Hier fahren Sie mit einem Car Sharing Anbieter im wahrsten Sinne des Wortes besser und preiswerter. In Braunschweig sind die Unternehmen Flinkster und Greenwheels mit einer großen Flotte an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet vertreten. Sobald die unkomplizierte Registrierung abgeschlossen ist, können Sie im Netz oder per App ein passendes Fahrzeug in Ihrer Nähe reservieren. Einer der vielen Vorteile: Es ist keine monatliche Grundgebühr fällig, im Grundtarif zahlt man lediglich die Nutzung sowie gegebenenfalls eine einmalige Aufnahmegebühr.

Heinrich I. von Umwelt und Nachhalt

Individualverkehr kann selbstverständlich auch nachhaltig und umweltfreundlich sein – nämlich mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto. Das Fahrradklima in Braunschweig ändert sich langsam aber stetig zum Positiven. Für Braunschweiger ohne Fahrrad und Besucher gibt es Leihräder am Hauptbahnhof (Call a Bike und AWO Radstation) sowie in der Fahrradselbsthilfewerkstatt in der Eulenstraße. Ganz neu ist Heinrich der Lastenlöwe, das Lastenrad-Verleihsystem für Braunschweig. Heinrich I. und Heinrich II. stehen seit August dieses Jahres an zwei Standorten für Transportfahrten bereit. Das allerbeste an dem Service: Registrierung auf der Website sowie Nutzung sind kostenlos!

Heinrich der Lastenlöwe/ADFC Braunschweig e. V.

Nachhaltigkeit? Anziehend!

By the way: Nachhaltigkeit tut nicht nur uns und unserer Umwelt gut, sie kann auch richtig gut aussehen. Bei Jojeco fairfashion im Magniviertel kann man sich davon überzeugen. Aber faire und nachhaltige Mode kommt nicht nur in sondern seit Kurzem auch aus der Löwenstadt: Die Produkte des jungen Braunschweiger Modelabels Polarherz bestehen zu 100 % aus Bio-Baumwolle und wurden fair gehandelt. Pro Shirt gehen außerdem 50 Cent als Spende in Tier- und Umweltschutzprojekte. Die stylischen Hoodies, T-Shirts, Gym Bags und Jutebeutel sind ebenfalls bei Jojeco fairfashion erhältlich. Außerdem im Riptide, im No Limits Store, in der Makery und natürlich online.

jojeco im Magniviertel. „Hier kaufen die Kunden entschleunigt ein. Passend zu unserem Konzept.“ Foto: BSM

Text: Jan Engelken

Braunschweiger Erfindergeist

Mehr als 20.000 Patente sind auf Erfinderinnen und Erfinder aus Braunschweig angemeldet, 27 namhafte Forschungseinrichtungen haben sich hier dem Fortschritt verschrieben, und jeder Vierte arbeitet in der Wissenschaft. Dieser Erfindergeist hat Tradition: Die Namen der Braunschweiger Carl Friedrich Gauß, Richard Dedekind, Heinrich Büssing und viele ihrer genialen Ideen besitzen Weltruhm. Aber wer hätte gedacht, dass auch das Digitalfernsehen DVB-T, die GEMA und der deutsche Fußball ihren Ursprung in Braunschweig haben?

Pioniere der Luftfahrt

Das Städtische Museum beheimatet das älteste Original eines Luftfahrzeugs: Die Hülle des Ballons „Ad Astra“, der sich im Januar 1784 in den Braunschweiger Winterhimmel erhob. Herzog Karl II. hatte den Geografen und Biologen Eberhard von Zimmermann und den Apotheker Justus Heyer mit dem Bau beauftragt. Das Ereignis war der früheste dokumentierte Fall staatlicher Förderung der Luftfahrt und der Beginn einer Tradition: Heute beheimatet die Löwenstadt renommierte Einrichtungen wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie einen Forschungsflughafen.

Mit dieser Ballonhülle startete der erste Ballon 1784 in den Braunschweiger Himmel. Foto: Städtisches Museum Braunschweig / Dirk Scherer

Allerdings war die Luftfahrt mit Ballons wie Ad Astra noch unbemannt. Die Braunschweigerin Johanne Wilhelmine Siegmundine Reichard entwickelte mit ihrem Mann, dem Physiker Gottfried Reichard, einen Gasballon, mit dem sie 1810 gemeinsam in die Luft aufstiegen und 30 km weit „flogen“. Schon ein Jahr später folgte ihre erste Alleinfahrt in eine Höhe von über 7.000 Metern. Mit dieser Leistung war die mutige Erfinderin die erste Ballonfahrerin Deutschlands.

Die Mathematiker

Carl Friedrich Gauß (1777-1855), auch bekannt als „Fürst der Mathematiker“, war ein Universalgenie, das heute in einem Atemzug mit Geistesgrößen wie Aristoteles, Humboldt und Einstein genannt wird, und ohne dessen Grundlagenforschung es moderne Alltagstechnologien wie GPS und Google Maps nicht gäbe. Eine seiner zahlreichen Erfindungen revolutionierte auch die Kommunikation: Gauß entwickelte den ersten Telegraphen.

Der Herr der reellen Zahlen: Richard Dedekind definierte die rellen Zahlen erstmals. Foto: BY SA

Richard Dedekind (1831-1916) war ebenfalls Mathematiker, sein beeindruckendes Lebenswerk aber eher theoretischer Natur: Die erste exakte Definition der reellen Zahlen, Dedekind-Ringe, die Dedekindsche η-Funktion und Dedekindsche Summen – ohne seine Grundlagenforschung in der abstrakten Algebra wären viele moderne Berechnungsmethoden nicht möglich. Darüber hinaus zeichnete er sich für den Bau des heutigen Altgebäudes der TU Braunschweig verantwortlich.

Musik und Motoren

Der Braunschweiger Komponist und Mathematiker Hans Sommer (1837-1922) war Schüler Richard Dedekinds. Zusammen mit seinem engen Freund, dem legendären Richard Wagner, gründete er 1903 die Anstalt für musikalisches Aufführungsrecht (AFMA), um sich für den Schutz der wirtschaftlichen Rechte von Komponisten zu engagieren. Die AFMA war die direkte Vorläuferin der GEMA, die heute die Rechte von mehr als zwei Millionen Rechteinhabern weltweit verwaltet.

Fast 250 Patente sind auf Heinrich Büssing (1843-1929) angemeldet. Mit 26 Jahren gründete er sein erstes Unternehmen, eine Firma zur Herstellung von Fahrrädern. Es folgte eine Fabrik für Bahn-Stellwerke. Aber erst im dritten Anlauf gelang Büssing der große Durchbruch: Die von ihm entwickelten Omnibusse und LKW revolutionierten den Straßenverkehr, seine Büssing AG wurde zum Weltmarktführer, ein Produkt sogar zum Londoner Kult: Die Fahrgestelle der roten Doppeldecker-Busse stammten aus Braunschweig.

Durchbruch für Büssing: Mit den Omnibussen gelang im der wirtschaftliche Erfolg.

Der Deutschen liebste Spielzeuge

Jeder kennt sie, kaum einer versteht sie – und sie hat ihren Ursprung in Braunschweig: die Abseitsregel. Wie übrigens der gesamte deutsche Fußball. Der Braunschweiger Lehrer Konrad Koch (1846-1911) gründete die deutschen Schulspiele und führte 1874 nach englischem Vorbild auch das Fußballspiel samt eigenem Regelwerk in Deutschland ein – als pädagogisches Mittel gegen „Stubenhockerthum“ und die Kneipentouren der Oberschüler am Martino-Katharineum.

Der erste druckende Computer der Welt stammte nicht aus dem Silicon Valley sondern aus Braunschweig und hörte auf den klangvollen Namen „Trinks-Arithmotyp“. Der Ingenieur Franz Trinks (1852-1931) hatte bereits die Brunsviga-Rechenmaschinen zum Welterfolg gemacht, bevor er mit einer Eigenkonstruktion technisches Neuland betrat: Sein Arithmotyp konnte mathematische Aufgaben nicht nur schneller lösen als jeder Mensch, sondern die Ergebnisse praktischerweise auch gleich auf Papier ausgeben.

Die erste Rechenmaschine, die auch drucken konnte, stammt aus Braunschweig: Trinks Brunsviga-Rechenmaschine. Foto: Braunschweigisches Landesmuseum / Ziko van Dijk

Von Braunschweig in die Zukunft

Heute ist Braunschweig das Zentrum der forschungsintensivsten Region Europas. Die Aufsehen erregende Kometen-Landemission „Rosetta“ der ESA unter Beteiligung vieler Braunschweiger Wissenschaftler oder der Siegeszug des am Institut für Nachrichtentechnik mitentwickelten Digitalfernsehens DVB-T sind nur zwei von vielen Beispielen. Ob induktiv geladene Elektrobusse, Experimentalflugzeuge oder selbstfahrende Autos – Braunschweiger Erfinder gestalten Tag für Tag praxisorientiert unsere Zukunft.

Doch während sie früher meist auf sich allein gestellt waren, steht die Nachwuchsförderung heute immer mehr im Fokus: Die Start-Up-Szene blüht, Gründerinnen und Gründer treffen sich vielerorts an kreativen Stammtischen, und Initiativen wie borek.digital oder die offene Hightech-Werkstatt Protohaus bieten Technik, Know-how und Kontakt zu Gleichgesinnten und Förderern. So tragen sie dazu bei, Braunschweig zu einem der dynamischsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands zu machen.

Ein anspruchsvoller Beruf mit vielen Möglichkeiten

Das Städtische Klinikum Braunschweig ist eines der größten Krankenhäuser Niedersachsens. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Rund 59.000 stationäre und 200.000 ambulante Patienten werden jedes Jahr an den drei Standorten Salzdahlumer Straße, Celler Straße und Holwedestraße behandelt, Tendenz steigend. Ein Grund hierfür ist der gute Ruf des Klinikums. Patienten und Angehörige wissen, dass man im Klinikum gut aufgehoben ist und bestmöglich versorgt wird.

Pro Jahr 80 Ausbildungsplätze im klinikeigenen Schulzentrum

Unerlässlich für die optimale medizinische Versorgung: Eine umfassende und individuelle Krankenpflege. Auch hier ist das Klinikum Braunschweig sehr gut aufgestellt, neben 540 Medizinern sind 2.150 Krankenpflegerinnen und -pfleger am Klinikum Braunschweig beschäftigt. Darüber hinaus bildet das Klinikum als einer der führenden Ausbildungsbetriebe in der Region seine Fachkräfte selbst aus. Im klinikeigenen Schulzentrum für Gesundheitsfachberufe findet der Theorieunterricht für angehende Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und -pflegerinnen sowie Hebammen statt, die Praxis wird direkt im Klinikbetrieb vermittelt. „Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir diese Pflegeschule haben. So können wir selbst für qualifizierten Nachwuchs sorgen“, berichtet Klaus Jahnke, Leiter des Bereichs Personal und Wirtschaft am Klinikum Braunschweig.

Seit der Eröffnung der Pflegeschule im Jahr 1962 hat sich im Pflegebereich einiges getan: Aus der „Krankenschwester“ ist der Gesundheitsfachberuf „Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpfleger/in“ geworden, die Pflege hat sich von der Klinikroutine zur wissenschaftlich fundierten Spezialdisziplin entwickelt, Nachfrage und Ansehen der Pflegeberufe sind gestiegen. Wichtig für die Nachwuchsgewinnung im Pflegebereich: Mit überholten Klischees aufräumen und einen Einblick in ein modernes und attraktives Berufsbild mit Zukunftsperspektive geben. Genau das haben Michelle Klukowski und Julia Unger beim Best Choice Slam 2016 gemacht – die Auszubildenden am Klinikum räumten mit ihrem gelungenen Vortrag den ersten Preis ab.

Michelle Klukowski (li.) und Julia Unger haben mit einem Einblick in ihre Ausbildung am Klinikum Braunschweig den Best Choice Slam 2016 geholt. Foto: Jan Engelken

Viele Entwicklungsmöglichkeiten am Klinikum Braunschweig

Ein Jahr später befinden sich beide im dritten Lehrjahr und stehen kurz vor dem Examen. Michelle Klukowski, Auszubildende zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin schildert den Ausbildungsverlauf: „Unsere Ausbildung dauert drei Jahre. Zuerst lernen wir gemeinsam die Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers kennen, im dritten Lehrjahr spezialisieren wir uns auf unterschiedliche Krankheitsbilder. Während dieser drei Jahre haben wir regelmäßig Praxiseinsätze.“ Julia Unger ist Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege, parallel studiert sie Angewandte Pflegewissenschaften im Praxisverbund an der Ostfalia Hochschule in Wolfsburg. Der Studiengang ist voll in die Ausbildung integriert und wird nach dem Examen berufsbegleitend weitergeführt.

„Ein weiterer Vorteil ist die generalistische Ausrichtung des Studiengangs“, ergänzt die Leiterin der Pflegeschule, Michaela Picker. „Die häufig getrennten Bereiche Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege studieren hier gemeinsam.“ Aber auch wer nicht studieren möchte, findet am Klinikum Braunschweig ein großes Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten. „Dieser Beruf bietet – mit Studium oder ohne – viele Entwicklungsmöglichkeiten“, unterstreicht Klaus Jahnke. „Das Examen in der Krankenpflege ist weltweit anerkannt. Die Absolventen können damit überall arbeiten, auch ohne ein Studium. Und sie werden überall eine Arbeit finden. Die Nachfrage ist so hoch, dass sie sich die Arbeitgeber aussuchen können“, bestätigt Michaela Picker.

Erfolgreich in der Ausbildung: Vier Auszubildende der Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe am Klinikum Braunschweig haben den „Junge Pflege Preis 2017“ gewonnen. Foto: Klinikum Braunschweig /Jörg Scheibe

Erfüllende Arbeit mit und für Menschen

Die Zukunftsaussichten für angehende Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger sind also glänzend. Aber wer ist geeignet für diesen Job, was sollten Pflegeeinsteiger mitbringen? „Eine gute Pflegekraft muss teamfähig sein“, sagt Julia Unger. „Die Pflege ist eine komplexe Schnittstelle von vielen Beteiligten, Berufsgruppen und Prozessen. Es ist wichtig, sich dieser Schlüsselposition bewusst zu sein und ein entsprechendes Selbstverständnis zu entwickeln.“ Für Michelle Klukowski gehört außerdem die Fähigkeit zur Reflexion dazu: „Das Vermögen zu hinterfragen, ob das, was man gerade tut, auch richtig ist. Auf diese Weise machen wir nicht nur gute Arbeit, sondern prägen auch das Berufsbild des Krankenpflegers in der Gesellschaft.“

„Wichtig ist eine körperliche und emotionale Belastbarkeit, Neugierde, Flexibilität, ein Interesse am Menschen und am Fach. Und man muss Verantwortung übernehmen können. Hier gilt es, die richtige Balance zu finden. Denn für uns zählt nicht nur die Gesundheit unserer Patienten, sondern auch die unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betont Pflegeschulleiterin Picker. Wer diesem Job gewachsen ist, wird nicht nur mit einer guten beruflichen Perspektive belohnt: „Man verlässt das Klinikum nach dem Dienst  mit dem Gefühl, etwas bewirkt zu haben. Das macht die Tätigkeit zu einem sehr erfüllenden Beruf“, berichtet Michelle Klukowski. Und es gibt diese besonderen Momente, die auch Julia Unger schon erlebt hat: „Letztens ist mir eine Patientin, die vorher lange im Koma lag, auf dem Gang entgegengelaufen. Solche Erfolge sind großartig.“

Wer sich für eine Ausbildung am Klinikum Braunschweig interessiert, findet auf der Internetseite Informationen zu Gesundheits- und Pflegeberufen sowie weiteren Ausbildungsmöglichkeiten.

Alle Stellenangebote am Klinikum Braunschweig gibt es im Online-Bewerberportal.

Einer von drei Klinikstandorten in Braunschweig: Das Klinikum Celler Straße. Foto: Klinikum Braunschweig /Jörg Scheibe

 

Wie lebt es sich eigentlich in … Veltenhof?!

Als Großstadt ist Braunschweig vieles: bunt, laut, leise, grün, bebaut, spießig, lässig, aber nie: eintönig. So verschieden die Menschen, so verschieden auch die Stadtteile. In unserer neuen Rubrik „Stadttteilgesichter“ besuchen wir regelmäßig andere Stadtteile der Löwenstadt und unterhalten uns mit ihren Bewohnern über ihren „Kiez“. Wir fragen nach ihren liebsten Orten – Cafés, Parks, Kneipen, Läden, Restaurants, was auch immer ihnen in den Sinn kommt.

In der sechsten Folge besuchen wir Kristina Koch im Stadtteil Veltenhof.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Veltenhof (als Thelettunun) zusammen mit fünf anderen Ortschaften in einer Urkunde Heinrichs II. am 24. Januar 1007 und 1031 als Velittunum in der Weiheurkunde der Magnikirche. Bis ins 18. Jahrhundert bestand es aber nur aus einigen Bauernhäusern. Mitte des 18. Jahrhunderts ließ Herzog Karl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1713–1780) in Veltenhof Bauern aus der Pfalz zum Anbau von Tabak und Wein ansiedeln. Die ersten Pfälzer kamen 1749. In der Folgezeit entwickelte sich der Alte Hof in Velten schnell zu einem stattlichen Dorf. Zu den Häusern im Alten Hof und am Münzberg kamen zahlreiche Höfe auf der Straße Unter den Linden hinzu. Der Anbau von Tabak und Wein war nicht so ertragreich wie erhofft, jedoch stellten die Bauern fest, dass sich auf den sandigen Böden hervorragend Gemüsespargel anbauen ließ. Dieser wird seit 1850 bis heute in Veltenhof und Umgebung angebaut. Der Stadtteil hat heute 2.788 Einwohner und zählt damit noch immer zu kleineren Stadtteilen in Braunschweig (Stand 31.12.2016).

Kristina Koch ist freischaffende Künstlerin unter ihrem Mädchennamen Kristina Michalski und arbeitet hauptberuflich bei der Stadt Braunschweig im Bereich Schulkindbetreuung. Momentan befindet sich die 33-Jährige in Elternzeit und betreut ihre zwei Kinder.

Wie lange lebst Du schon in Veltenhof?

Ich lebe seit über neun Jahren in Veltenhof, aber bereits seit 14 Jahren in Braunschweig. Ich bin zum Studieren hierher gekommen und wegen der Liebe geblieben.

Was gefällt Dir in Veltenhof am besten?

Mir gefällt die Mischung aus dörflicher Idylle, Natur und die Nähe zur Innenstadt. Hier kennt man seine Nachbarn und die Besitzerin des Blumenladens mit Vornamen, man hat Zeit für ein Schwätzchen beim Bäcker und interessiert sich für sein Örtchen. Zudem gibt es viele schöne Strecken zum Spazieren, die zum Kastanien sammeln oder am Mittellandkanal zum Schiffe zählen einladen.

Wenn man Lust auf das pulsierende Leben hat, ist man in zehn bis fünfzehn Minuten in der Innenstadt.

Gibt es einen besonderen Ort, wo Du gerne bist?

Ich mag die großen Kastanienbäume am Friedhof und die Strecke entlang des Naturschutzgebiets. Unser Lieblingsort als Familie ist allerdings der nahegelegene Ölpersee. Laufrad fahren, Boote aus Rinde bauen und picknicken … das ist dort alles möglich. Zudem gibt es dort die herzlich geführte Eisdiele am Schwarzen Berg. Nur schade, dass sie Pistazie und Erdnuss aus dem Sortiment genommen haben. Lacht.

Wie bewegst Du Dich in Braunschweig fort?

Mit dem Rad oder mit dem Auto. Wenn wir Veranstaltungen besuchen nutzen wir auch die öffentlichen Verkehrsmittel. Das Fahrrad ist allerdings mein liebstes Fortbewegungsmittel. Entlang des Ölpersees, am Ringgleis oder am Mittellandkanal fährt es sich am schönsten.

Du bist Künstlerin. Wie siehst Du die hiesige Kunstlandschaft?

Es gibt die großen ‚kleinen‘ Konstanten, die sich immer wieder für einen Besuch lohnen. Der einRaum5-7 zeigt die unterschiedlichsten künstlerischen Positionen und der Allgemeine Konsumverein beißt sich seit Jahren mit einem außergewöhnlichen Programm durch, vor allem im Bereich Klangkunst ein guter Tipp. Ferner gibt es in diesem Jahr wieder das kleine feine Kunstheft 12mal12 – Edition 2017.

Interview und Foto: Stefan Zeuke

Happy Birthday, Haus der Wissenschaft! – Veranstaltungsspecial zum zehnjährigen Jubiläum

KIWI-Forscherinnen und Forscher im Agnes-Pockels-Labor der Technischen Universität Braunschweig. Foto: Haus der Wissenschaft/F. Koch

Erinnern Sie sich noch an das Jahr 2007? Der 4. Klimaschutzbericht wird vorgestellt, die Rohölpreise erreichen ein neues Rekordhoch, eine weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise bahnt sich an, die Weltraumsonde Rosetta lässt sich vom Mars in die Tiefen das Weltalls katapultieren, in San Francisco wird ein gewisses iPhone vorgestellt – und in Braunschweig wird am 24.10.2017 die „Haus der Wissenschaft GmbH“ gegründet.

Brücke zwischen Wissenschaft und Stadtgesellschaft

Was haben diese ausgewählten Schlaglichter der Zeitgeschichte mit dem Haus der Wissenschaft gemeinsam? Sie haben nicht nur im gleichen Jahr ihren Anfang genommen, sie begleiten das Haus der Wissenschaft auch bis heute. Klimaerwärmung und Energieversorgung, Luft- und Raumfahrt oder moderne Kommunikationstechnologien: Das Haus der Wissenschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, die ganz großen Themen aus Forschung und Wissenschaft für jeden verständlich und nachvollziehbar zu machen. Im Haus der Wissenschaft wird die Tatsache, dass die Region Braunschweig zu den forschungsstärksten Regionen Europas zählt, konkret und erlebbar. Noch vor 13 Jahren war die Situation in Braunschweig eine andere: Die renommierten Forschungseinrichtungen waren im öffentlichen Bild der Stadt kaum sichtbar, der Wissenschaftsstandort Braunschweig nicht erkennbar. Ein „Turm der Wissenschaften“ sollte die Antwort sein. Kein unerreichbarer Elfenbeinturm, sondern eine Plattform, die die Aussicht auf eine faszinierende Umwelt mit einer breiten Öffentlichkeit teilt.

Haus der Wissenschaft mit Kuppel. Foto: Haus der Wissenschaft/A. Bormann

„Turm der Wissenschaften“ für Braunschweig

Ein Leuchtturm ist es in der Tat geworden – nicht nur im übertragenen Sinn, sondern auch der Erscheinung nach. Seit 2009 residiert das Haus der Wissenschaft in den Räumen der ehemaligen pädagogischen Hochschule. Jenem Gebäude aus rotem Backstein, das dem Campus der Technischen Universität Braunschweig ein markantes Gesicht verleiht. Im Mai 2011 wurde die charakteristische Glaskuppel auf dem Dach errichtet, der Leuchtturm der Wissenschaft hatte seine bauliche Vollendung gefunden. Die Arbeit für Wissenschaft und Stadtgesellschaft begann aber nicht erst mit der Neueröffnung des Gebäudes. Die ersten innovativen Veranstaltungsformate präsentierte Markus Weißkopf, der erste Geschäftsführer der Haus der Wissenschaft GmbH, bereits Mitte 2008, gerade mal ein halbes Jahr nach der Gründung. Denn eins war den Ideengebern klar: Das Haus der Wissenschaft sollte nicht nur wie ein Leuchtturm aussehen, sondern auch wie einer wirken.

Von Braunschweig aus in die ganze Republik

KIWI-Forscherinnen und Forscher bauen Spaghettitürme und beschäftigen sich mit Architektur und Bauwesen. Foto: Haus der Wissenschaft/F. Koch

Innovativ, interaktiv, generationenübergreifend und interdisziplinär waren die Schlagworte für das zukünftige Veranstaltungsprogramm. Sie sind zum Schlüssel für den nachhaltigen Erfolg des Konzepts geworden. Gleich die erste große Veranstaltung sollte zu einem Dauerhit werden: der „Science-Slam“, erstmalig ausgerichtet am 6. Juni 2008. Das Kurzvortragsturnier von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern vor Publikum sollte von Braunschweig aus die ganze Republik erobern. 2009 folgten die „KiWi-Forschertage für Kinder“, ein Ferienprogramm für Schülerinnen und Schüler mit Experimenten, Seminaren und Erkundungstouren. Ebenfalls 2009 gestartet: die Diskussionsrunde „Tatsachen? Forschung unter der Lupe“ zu aktuellen Forschungsfragen aus Sicht unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen sowie der „Astroherbst“ mit Vorträgen zum Themengebiet Astronomie. Im Frühjahr 2010 ging dann die Veranstaltungsreihe „Logo – Wissenschaft aus Braunschweig“ in Kooperation mit NDR Info auf Sendung. Zu hören nicht nur im Radio, sondern natürlich auch live im Haus der Wissenschaft zu erleben.

Forscherwette zur European Researchers‘ Night 2014: 1271 Forscherinnen und Forscher zeigten mit aufgespannten Regenschirmen eindrucksvoll, welchen hohen Stellenwert Forschung in der Region Braunschweig hat. Foto: M. Kruszewski

Neue Formate für die Wissenschaftsvermittlung

Bis heute sind zahlreiche weitere Veranstaltungsformate und Projekte hinzugekommen. Vom ersten „Energiecafé“ (2010) über die „Luftfahrt der Zukunft“ (2011) und „Experten in der Schule“ (2011) bis hin zum „best choice-Slam“ (2016), dem Unternehmensslam für Jobsuchende und Berufseinsteiger. Events, die von Anfang an so erfolgreich waren, dass sie bis heute regelmäßig stattfinden. Hinzu kommen Highlights wie die „Streberschlacht“ (2012), das „Festival der Utopie“ (2013) oder die „European Researchers Night“ (2014) mitten in der Braunschweiger City. Verantwortlich hierfür: Dr. Karen Minna Oltersdorf, die im März 2012 die Geschäftsführung von Markus Weißkopf übernahm.

 „10 Jahre | 10 Tage“ – Start des großen Jubiläumsprogramms

Vor zehn Jahren ist das Haus der Wissenschaft angetreten, um eine dauerhafte Plattform für den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, der Stadt und ihren Bewohnern zu schaffen – Mission geglückt! Ein Jahrzehnt hochspannendes Edutainment auf Tuchfühlung mit alltäglicher Lebenswelt und außergewöhnlicher Wissenschaft wird gebührend gefeiert. Ein Best-of der erfolgreichsten Veranstaltungsformate steht auf dem zehntägigen Jubiläumsprogramm vom 11. bis 20. Oktober 2017: Spezialausgaben von „Kiwi-Forschertagen“, „Astroherbst“, „Energiecafé“ oder „Tatsachen? – Forschung unter der Lupe“ zum Beispiel.

Publikum beim Science Slam im Haus der Wissenschaft. Foto: Haus der Wissenschaft/F. Koch

Das Highlight zum Abschluss: „Giant Science Slam“

Am 20. Oktober wartet dann der ultimative Jubiläumsknaller auf die Geburtstagsgäste. Mit dem „Giant Science Slam“ veranstaltet das Haus der Wissenschaft seinen bis dato größten Science Slam. So groß, dass er in der Stadthalle Braunschweig stattfinden wird. Unter dem Motto „Ring frei für die besten Köpfe!“ treffen Deutschlands beste Science Slammer aufeinander. Ebenfalls live on stage: Die Braunschweiger Band You&Me im Anschluss an den Slam. Danach bittet DJ Fry (Profs@Turntables) auf die Tanzfläche. Karten für den Giant Science Slam sind unter www.konzertkasse.de oder 0531 16606 und in allen Ticket-Shops der Konzertkasse erhältlich (12 Euro, 7 Euro ermäßigt zzgl. VVK-Gebühr).

Text: Jan Engelken

Beitragsbild: Kernteam des Haus der Wissenschaft Braunschweig. Von l. n. r: Rebecca Jeske, Carina Teufel, Britta Eisenbarth, Dr. Karen Minna Oltersdorf. Das Team wird außerdem unterstützt von einem Auszubildenden, einer FSJlerin und studentischen Hilfskräften. Foto: Lasse Lehmann

„Ein enormes Spektrum an beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten“

Vor kurzem haben wir über Tim Hondke berichtet. Der 21-Jährige macht bei Volkswagen Financial Services ein duales Studium zum Fachinformatiker und freut sich dank Übernahmegarantie auf seine berufliche Zukunft. Doch wie sieht der Alltag bei Europas größtem automobilen Finanzdienstleister wirklich aus? Vor genau zehn Jahren begann auch Stefan Schossland hier seine Ausbildung zum IT-Spezialisten. Inzwischen erleichtert die von ihm und seinem Team entwickelte Software vielen Sachbearbeitern die tägliche Arbeit und entscheidet deutschlandweit in Autohäusern maßgeblich darüber, ob und wie ein Finanzierungsgeschäft mit der Volkswagen Bank zustande kommt.

Schon zu Schulzeiten interessierte sich Stefan Schossland aus Vechelde für Informatik und digitale Themen, und so machte er sich nach der Fachhochschulreife auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz zum Fachinformatiker. „Wichtig war mir, die volle Bandbreite der IT-Bereiche kennenzulernen und somit ist für mich nur ein großes Haus in Frage gekommen“, erklärt der heute 28-Jährige. So fiel seine Wahl auf die Volkswagen Financial Services AG in Braunschweig. „Während des Bewerbungsgesprächs wurde mir nahegelegt, meine Ausbildung  im Rahmen eines dualen Studiums zu absolvieren. Das hat sich für mich im Nachhinein als ein Sechser im Lotto herausgestellt.“

Wie heute bei Tim Hondke gliederte sich auch seine Ausbildung in ein theoretisches Studium an der Universität und Praxis im Unternehmen. „Der Einstieg war super und die Kollegen sehr nett. Vom Arbeitspensum her war es zwar anspruchsvoll, aber nicht so stressig, wie einem dualen Studium oft nachgesagt wird“, erinnert sich Schossland an die Jahre 2007 bis 2010. „Besonders gefallen hat mir auch das Networking im Unternehmen. Diese Kontakte sind mir bis heute von Nutzen.“ Und dank Übernahmegarantie konnte er sich schon vor dem Bachelor aussuchen, in welchem Bereich er anschließend arbeiten möchte.

Die Wahl erleichterte ihm ein Kollege aus dem Vertragsmanagement für Finanzierungen. „Er hat mir das Thema sehr spannend verkauft – aber genauso spannend, wie es tatsächlich ist“, erzählt Schossland. Im Kern geht es dabei um die digitale Unterstützung der Finanzierungsgeschäfte: das Anlegen und die Validierung von Kunden- und Geschäftsdaten, Bonitätsprüfungen und vieles mehr, also die IT-seitige Unterstützung der betriebswirtschaftlichen Prozesse. Dazu gehört auch die Pflege und Weiterentwicklung des Systems sowie die Bereitstellung von architekturellen Frameworks für andere Applikationen im Unternehmen. Das war bis 2013. Seitdem hat Schossland weitere Projekte hospitiert und sich in Richtung Software-Architektur und Projektmanagement spezialisiert.

Inzwischen ist er Teamleiter in der Wartung und Weiterentwicklung der Finanzierungsankaufsysteme: „Ich betreue die Systeme, die zwischen den Autohäusern und unseren Büchern hinsichtlich produkttechnischer Weiterentwicklungen und neuer gesetzlicher Anforderungen stehen“, erklärt er. „Wenn sich z.B. gesetzliche Anforderungen, wie mit Kundendaten umzugehen ist, ändern, muss das auch in unserem IT-System berücksichtigt werden.“ Sein Team umfasst vier interne und vier externe Mitarbeiter, zwei Studenten sowie eine wechselnde Zahl von Auszubildenden. Arbeitsplanung, Kapazitätssteuerung und Mitarbeiterführung gehören also zu seinem täglichen Know-how.

„Am meisten begeistert mich, dass man in den unterschiedlichsten Bereichen kreativ sein kann“, schwärmt Schossland. „Meinen Alltag prägt eine Kombination aus Planung und Kommunikation einerseits und viel Technik und den immer neuen Möglichkeiten der Digitalisierung andererseits. Das ist sehr spannend.“ Diese Vielfalt mache Volkswagen Financial Services gerade für IT-Spezialisten zu einem besonders attraktiven Arbeitgeber: „Wir bieten ein sehr breites Feld an IT-Know-how. Das geht von Front-End-Entwicklung, Big Data und Business Warehouse-Logik über SAP-Eigenentwicklung bis hin zu Projektmanagement. Hier gibt es für alle Themen Spezialisten und ein enormes Spektrum an beruflichen Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten.“

Mehr zu diesen Möglichkeiten und aktuelle Stellenanzeigen unter www.vwfsag-karriere.de.

 

Wie lebt es sich eigentlich in … Lehndorf?

Als Großstadt ist Braunschweig vieles: bunt, laut, leise, grün, bebaut, spießig, lässig, aber nie: eintönig. So verschieden die Menschen, so verschieden auch die Stadtteile. In unserer neuen Rubrik „Stadttteilgesichter“ besuchen wir regelmäßig andere Stadtteile der Löwenstadt und unterhalten uns mit ihren Bewohnern über ihren „Kiez“. Wir fragen nach ihren liebsten Orten – Cafés, Parks, Kneipen, Läden, Restaurants, was auch immer ihnen in den Sinn kommt.

In der fünften Folge besuchen wir Lehndorf. Der aus zwei Teilen besteht: dem Teil „Alt-Lehndorf“, das alte Dorf, und dem Teil „Lehndorf-Siedlung“, dessen Planung und Bau in den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts in wenigen Jahren durchgeführt wurde. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird Lehndorf in der Abschrift einer Schenkungsurkunde aus dem Jahre 1067, die in einer kostbaren Handschrift des Welfenschatzes eingebunden ist. Mit knapp 6.260 Einwohner zählt Lehndorf zu den mittleren Stadtteilen in Braunschweig.

Hier treffen wir Dirk Gebhardt . Dirk Gebhardt ist 49 Jahre alt, seit 22 Jahre verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Beruflich ist Dirk selbständiger Vermögensberater.

Dirk Gebhardt wohnt seit 22 Jahren in Lehndorf. Foto: Stefan Zeuke

Wie lange lebst Du schon in Lehndorf?

Geboren bin ich 1968 in Braunschweig, wie so viele in der Cellerstraße. Aufgewachsen in Watenbüttel und dann habe ich die große Reise Richtung Lehndorf angetreten. Dort lebe ich seit 1994.

Wo arbeitest Du?

Ich bin selbstständiger Vermögensberater bei der DVAG und lebe mittlerweile seit 1994 in Lehndorf. Ich bin seit 22 Jahren verheiratet und habe einen erwachsenen Sohn.

Du bist ja unter anderem für das Schützenfest in Lehndorf zuständig. Wird es schwieriger so ein Fest auf die Beine zu stellen?

Mittlerweile bin ich schon seit über zwölf Jahren ehrenamtlich tätig. Zuerst in unserem Sportverein Lehndorfer TSV als Jugendtrainer und Mitarbeiter im Vorstand und seit nunmehr drei Jahren in der Lehndorfer Arbeitsgemeinschaft in der Funktion als 1. Vorsitzender. Die Arbeitsgemeinschaft organisiert jetzt schon seit mehr als 60 Jahre das alljährliche Volksfest und bereits zum 3. Mal das Lehndorfer Oktoberfest. Unser Volksfest gehört zu den vier größten Stadtteilfesten in Braunschweig und zieht ein breites Publikum von Jung bis Alt aus ganz Braunschweig an. Dort zeigen wir Lehndorfer jedes Jahr aufs Neue, dass wir es verstehen zu feiern. Da in die Planungen viele Vereine involviert sind und auch bereit sind etwas für den Zusammenhalt unseres Stadtteils zu tun, geht die Arbeit Hand in Hand über. Egal ob der Lehndorfer TSV oder der Siedlerverein oder aber unsere Ortspolitiker alle ziehen hier an einem Strang.

Was gefällt Dir hier am besten?

Das wirklich Schöne an Lehndorf ist, dass es ein Dorf ist, andererseits aber stadtnah liegt, so dass man es bequem zu Fuß oder Rad in die Innenstadt schafft.

Welche Restaurants oder Cafés muss man in Lehndorf besuchen?

Es gibt einige lohnende Ausflugsziele in Lehndorf, egal ob es der wunderschöne Biergarten in Wolfs Gasthaus ist oder ein Besuch in unserer Pizzeria und Eiscafe am Saarplatz oder aber eine gemütliche Familienfeier mit tollem Essen und kühlen Getränken in unserem Lehndorfer Vereinsheim. Nicht zu vergessen das ganz idyllisch gelegene Ölper Waldhaus mit einem tollen Ambiente und hervorragender Küche.

Interview und Fotos: Stefan Zeuke

„Immer ein paar Jahre voraus“ – Arbeiten an der TU Braunschweig

20.000 Studierende und 240 Professuren mit 71 Studiengängen auf 400.000 m2 in 180 Gebäuden: Die im Jahr 1745 als „Collegium Carolinum“ gegründete Technische Universität Braunschweig ist eine der führenden technischen Hochschulen Deutschlands und ein eigener Kosmos innerhalb der Löwenstadt. Hier bildet sie das Herzstück einer der forschungsintensivsten Regionen Europas. Doch ihren erfolgreichen Betrieb ermöglichen erst die vielen engagierten Menschen hinter den Kulissen: Mit insgesamt 3.650 Mitarbeitern, davon rund 1.500 Beschäftigte außerhalb der Wissenschaft, ist die „Carolo Wilhelmina“ zugleich auch eine der größten Arbeitgeberinnen der Region.

„Arbeiten an der Universität hält jung“, schwärmt Dietmar Smyrek, hauptberuflicher Vizepräsident der TU Braunschweig. „Man hat täglich mit jungen Leuten und kreativen Ideen zu tun, ist ständig an aktuellen Themen dran.“ Der Diplomkaufmann ist seit 2010 verantwortlich für die Leitung der Universitätsverwaltung. Zuvor war er Standortleiter am DLR Braunschweig und Göttingen. „Die meisten unserer Beschäftigten haben eine unmittelbare Nähe zu den Professorinnen und Professoren und ihrer Arbeit. Wir dienen als Ansprechpartner und werden als Unterstützung wahrgenommen“, beschreibt Smyrek das Verhältnis von Wissenschaft und Verwaltung. „Wir sind kein anonymer Massenbetrieb. In der Wissenschaft ist jeder Fall ein Einzelfall, und es ist von allen Beteiligten viel Kreativität gefragt.“

Das Spektrum der Tätigkeitsfelder an einer großen Hochschule ist enorm. Denn neben den klassischen Verwaltungsfachkräften hat sie auch viele vermeintliche Exoten unter Vertrag. So beschäftigt die TU Braunschweig beispielsweise eigene Tischler: Viele tausend Stühle, Bänke und Tische, die von den Studierenden Tag für Tag beansprucht werden, müssen schließlich repariert und gewartet werden. Und sogar Piloten stehen im Dienst der Universität – praxisnahe Wissenschaft am Forschungsflughafen macht es möglich. Darüber hinaus gibt es Gärtner, Juristen, Reinigungskräfte, Mediziner, Buchbinder, Architekten, Informatiker, Sozialpädagogen, Techniker und viele mehr – ein Spiegelbild der modernen Arbeitswelt.

Zugleich sorgt die TU Braunschweig für mehr als nur den wissenschaftlichen Nachwuchs: Mit 130 Ausbildungsplätzen ist sie auch eine der größten Ausbildungsstätten der Region. Von Fachinformatikern und Verwaltungsfachangestellten über Industriemechaniker und Systemelektroniker bis hin zu Fitnesskaufleuten und Buchbindern: In den vielen Werkstätten, Büros und Laboren der universitären Einrichtungen werden 19 verschiedene Ausbildungsberufe gelehrt. Zudem heißt es auch hier, über den Tellerrand zu schauen und voneinander zu lernen: In der so genannten „Lernfabrik“ werden Studium und Ausbildung zusammengebracht. „Die Auszubildenden kommen in Berührung mit wissenschaftlichen Experimenten. Und die Studierenden erhalten Einblick in die Ausbildung und lernen praxisnah“, erklärt Smyrek.

Ob Studierende, Auszubildende oder Angestellte: Sie alle profitieren an der TU Braunschweig von der Vernetzung mit den zahlreichen außeruniversitären Forschungszentren und modernsten Arbeitsbedingungen. „Internationalität und Diversität sind in der Hochschule bereits seit Jahrzehnten ein Thema“, weiß Smyrek. „Wir sind bei vielen gesellschaftlichen Themen immer ein paar Jahre voraus.“ Das gilt auch für die praktischen Dinge des Berufsalltags, vom flexiblen Home Office bis zur Elektro-Tankstelle. Eine Universität ist in vielerlei Hinsicht ein gesellschaftlicher Impulsgeber.

Und so wird auch Familienfreundlichkeit groß geschrieben: Mit dem Dual Career Netzwerk SüdOstNiedersachsen widmet man sich gezielt der Förderung von Doppelkarrierepaaren. „Wenn jemand aus einer anderen Region hierher kommt, versuchen wir, innerhalb des Netzwerkes auch eine Beschäftigungsmöglichkeit für den Partner zu vermitteln“, erklärt Smyrek. Und Belegplätze für Kindergärten in Trägerschaft des Studentenwerkes erleichtern den Umzug für junge Familien. Personalentwicklungsprogramme sowie die kostengünstige Nutzung von Sportzentrum, Sprachenzentrum und Mensa runden das Komplettpaket ab – all das mit der Sicherheit und den Gerechtigkeitsprinzipien des öffentlichen Dienstes.

Weitere Informationen und aktuelle Stellenanzeigen unter www.tu-braunschweig.de/wirueberuns/stellenmarkt

Text und Foto: Stephen Dietl

 

Ganztagsschulen in Braunschweig

Die ersten Wochen nach den Sommerferien liegen jetzt hinter uns, 2.000 Erstklässler drücken 2017 erstmals die Schulbank. Die wichtigste Voraussetzung für eine wirksame Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die zuverlässige Organisation der Kinderbetreuung. Deshalb müssen sich wohl fast alle Eltern Gedanken zu den unterschiedlichen Betreuungsangeboten machen. In Braunschweig werden hierzu verschiedene Betreuungsformen angeboten. Seit Jahren forciert die Stadt Braunschweig erfolgreich den qualitativen und quantitativen Ausbau der Kinderbetreuung. Hierzu gehört der Ausbau des Angebots von der Krippe bis zur Schulkindbetreuung oder die Ausweitung von Schulen zu Ganztagsschulen. Wo es in Braunschweig Ganztagsschulen gibt, zeigt diese Karte.

Grüne Kreise symbolisieren Grundschulen, der gelbe Kreis ist eine offene Ganztagsschule mit Hauptschule, rote Kreise zeigen Gymnasien und blaue Kreise Integrierte Gesamtschulen.

Wie lebt es sich eigentlich in … Gliesmarode?

Als Großstadt ist Braunschweig vieles: bunt, laut, leise, grün, bebaut, spießig, lässig, aber nie: eintönig. So verschieden die Menschen, so verschieden auch die Stadtteile. In unserer neuen Rubrik „Stadttteilgesichter“ besuchen wir regelmäßig andere Stadtteile der Löwenstadt und unterhalten uns mit ihren Bewohnern über ihren „Kiez“. Wir fragen nach ihren liebsten Orten – Cafés, Parks, Kneipen, Läden, Restaurants, was auch immer ihnen in den Sinn kommt.

In der vierten Folge besuchen wir Gliesmarode.

Mit der Magniurkunde findet auch Gliesmarode 1031 seine erste urkundliche Erwähnung. Abgeleitet vom Personennamen Glismoth (glisian = glänzen, mod = Mut, roth = roden) entsteht der Ortsname Glismoderoth. Im Laufe der Jahrhunderte wird er häufig abgewandelt. Mundartlich, also plattdeutsch, sagte man noch zu Beginn des 20.Jahrhunderts „Glissenroe“. (Quelle: Stadt Braunschweig)

Mit knapp 4100 Einwohner zählt Gliesmarode zu den kleineren Stadtteilen in Braunschweig (Stand: 31.12.2016 – Stadt Braunschweig).

Zur Person

Eberhard Kleinschmidt lebt seit mehr als 30 Jahren in Gliesmarode. Foto: Stefan Zeuke

Eberhard Kleinschmidt ist 77 Jahre alt, hat Germanistik, Romanistik und Fachdidaktik Französisch studiert in Göttingen, Wien, Besançon und Gießen, zum Dr .phil. promoviert, als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Braunschweig und der Universität Hannover Literaturwissenschaft und Fachdidaktik Französisch gelehrt (AOR, seit 2004 im Ruhestand). Seit Studienzeiten schreibt er lyrische Texte, im Gegensatz zum Trend der Zeit Gedichte nach klassischen Vorbildern, aber in der Sprache von heute. Seit 2013 beim Poetry Slam unterwegs. Im Internet findet man Eberhard Kleinschmidt unter http://www.eberhard-kleinschmidt.de.

Wie lange lebst Du schon in Gliesmarode?

Seit 1980.

Was gefällt Dir hier am besten?

Die Wohnlage in einem ruhigen Ortsteil hat meine Frau und mich dazu bewogen, hierher zu ziehen, vor allem aber – als künftige Familie mit schließlich 3 Kindern – die Nähe zu Kindergarten, Turnverein, Grundschule, Kirche, Straßenbahnanbindung und nicht zuletzt die für Kinder so wichtige verkehrsberuhigte Lage in einer Sackgasse.

Daraus ergab sich für uns als Familie die Möglichkeit, in den genannten Institutionen an deren Angeboten und Aktivitäten regen Anteil zu nehmen. In den ersten Jahren haben meine Frau und ich im Braunschweiger Spiritualchor der Bugenhagenkirche mitgewirkt. Später, da die Angebote der Kirche für junge Familien mit Kindern begrenzt waren, haben wir uns aber in die Pauli-Gemeinde umpfarren lassen. Der Turnverein SC Gliesmarode mit seinen bis heute reichhaltigen Möglichkeiten für sportliche Betätigung war für unsere Kinder entsprechend ihrem Alter ein wichtiger Anlaufpunkt. Meine Frau und ich haben dort Tai-Chi-Kurse besucht, und ich mache bis heute beim Seniorenturnen mit.

Gibt es einen besonderen Ort, wo Du gerne bist?

In Riddagshausen. Dieser Ort, vor allem die Teiche sind für uns beide bis zum heutigen Tage ein großer Anziehungspunkt. Die Nähe zu diesem Stadtteil und der wunderschöne Weg entlang der Wabe zu dieser Teichlandschaft sind fürs regelmäßige Walking ideal. Als Poet habe ich mit meinem Text-Bild-Musik-Bändchen „Der andere Frühling – Ein lyrisch-musikalischer Spaziergang durch Riddagshausen“ diesem Stadtteil mein persönliches Denkmal gesetzt.

So idyllisch verläuft die Grenze zwischen Gliesmarode und Riddagshausen. Foto: Stefan Zeuke

Außerdem bin ich gerne in der Jakobkemenate im Weichbild Altstadt am Eiermarkt. Dieses älteste erhaltene Bauwerk der Stadt Braunschweig (ca. 1250) ist als Baudenkmal heute ein Kultur-, Veranstaltungs- und Begegnungsort. Als es 2006, restauriert und erweitert, seiner neuen Bestimmung übergeben wurde, war ich dabei und wirke hier gelegentlich noch als Mitarbeiter mit. Für mich als lyrischen Dichter bot sich die schöne Möglichkeit, die Geschichte und Geschicke dieses Gemäuers zu „verdichten“ als „Die Jakobkemenate. Eine balladeske Chronik in alter Manier“, ein Text-Bild-Band mit CD, großzügig gesponsert von der Braunschweigischen Landessparkasse, der Jakobkemenate, der O.M. Architekten BDA, der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, der Stiftung Prüsse und der Galerie Jaeschke.

Was wünschst Du Dir für Deinen Stadtteil? Was für Braunschweig?

Seitdem in den 70er Jahren durch den Bau der Straßenbahntrasse der Berliner Straße der Ortskern von Gliesmarode buchstäblich überrollt wurde, fehlt dem Ortsteil das Zentrum, und er wird geradezu durchfurcht von markanten Straßenzügen, die, entsprechend den Stoßzeiten, von Autokolonnen besetzt sind – typischer Zug eines Vororts. Der Verlust des Zentrums ging einher mit Gesichtsverlust, den auch die farbig hervorgehobene Bugenhagenkirche vor dem Klein-Manhattan der Hochhäuser nur zum Teil wettmachen kann …

Wenn man aber bedenkt, dass dank der großzügigen Finanzmittel von Friedrich Georg Knapp und seinem New Yorker-Unternehmen das Bad Gliesmarode erhalten geblieben ist und seit 2016, erneuert, sich zunehmender Beliebtheit nicht nur der Gliesmaroder, sondern der gesamten Braunschweiger Bevölkerung erfreut, kann man sagen, dass weniger hundert Meter vom alten Dorfkern entfernt ein neuer attraktiver Anziehungspunkt liegt.

Das Gliesmaroder Bad wurde aufwendig saniert und ist beliebt bei jung und alt. Foto: Stefan Zeuke

Wie bewegst Du Dich in Braunschweig fort? Hast Du eine Lieblingsfahrtstrecke für unsere Leser? 

Ich bin in der Stadt nur mit dem Fahrrad unterwegs. Meine beiden Lieblingsstrecken von Gliesmarode in die Stadt sind erstens der Geh-/Fahrradweg durch Meyers Wiesen und zweitens der Weg längs der Wabe, rechts durch die Kleingärten, links entlang der Bahnstrecke, rechts über die Bahnüberführung, dann durch den Prinzenpark in die Innenstadt.

Du bist viel als Poet und Slammer unterwegs. Wie unterscheidet sich das Kulturleben von Braunschweig mit anderen Städten? Kannst Du das einschätzen? Gibt es überhaupt Unterschiede?

Ja, durch meine zahlreichen Touren beim Poetry Slam, diesem modernen Dichterwettstreit, an dem ich mich als Poet seit 2013 zunehmend intensiv beteilige, komme ich viel „rum“, stehe dann aber zumeist immer nur abends auf der Bühne, ohne an dem sonstigen kulturellen Leben der Städte teilnehmen zu können. Von daher gesehen kann ich schlecht einschätzen, wie Braunschweig, kulturell gesehen, im Vergleich zu anderen Großstädten dasteht, denke aber, meinem oberflächlichen Eindruck nach, dass sich Braunschweig mit seinen unzähligen kulturellen Angeboten durchaus „sehen lassen“ kann.

Vielen Dank für das Gespräch!