Den Spaß am Lernen wecken

„Schule kann Spaß machen! Und alles was Spaß macht, ist für Kinder mit Leichtigkeit zu schaffen“, sagt Ariane Hümpel, Leiterin der Schülerhilfe in der Münzstraße. „Das Wichtigste ist, die Schüler dort abzuholen, wo sie gerade stehen und ihnen das zu geben, was sie brauchen – mit viel Liebe und jeder Menge Spaß.“ Ariane Hümpel weiß, wovon sie spricht: Als Mutter zweier erwachsener Kinder, die auf dem Weg zum Abitur ebenfalls auf Nachhilfe angewiesen waren, kennt sie die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, ihre Sorgen und Ängste während der Schulzeit ganz genau. Ihre persönlichen Erfahrungen gibt die engagierte Braunschweigerin, die zuvor im Coaching-Bereich tätig war, nun bei der Schülerhilfe weiter.

Ariane Hümpel leidet die Schülerhilfe in der Münzsstraße. Foto: Stephen Dietl

Ariane Hümpel leitet die Schülerhilfe in der Münzsstraße. Foto: Stephen Dietlverr

In kleinen Lerngruppen von drei bis fünf Schülern und Schülerinnen lernt man montags bis freitags ab 14 Uhr bei der Schülerhilfe in der Münzstraße. Hier ist eine von drei Braunschweiger Standorten der Gelsenkirchener ZGS Bildungs-GmbH, die bereits seit 1974 Nachhilfeunterricht anbietet und inzwischen an rund 1.100 Standorten in Deutschland jährlich mehr als 100.000 Schüler fördert. Ob Grundschule oder Abiturvorbereitung, ob Mathematik oder Englisch: Das Lernangebot der Schülerhilfe umfasst den gesamten schulischen Lehrplan. „Hauptproblem ist meist Mathe. Aber wir bieten fast alle Fächer an und unterrichten sämtliche Jahrgangsstufen“, so Ariane Hümpel. Das Angebot reicht vom klassischen wöchentlichen Nachhilfeunterricht bis zu Ferienkursen und gezielter Abiturvorbereitung. Verschiedene Tarife und Vertragslaufzeiten mit kurzen Kündigungsfristen bieten hohe Flexibilität. In der Regel kommen die Schüler an ein bis zwei Nachmittagen pro Woche für jeweils 90 Minuten direkt nach der Schule.

Oberstes Ziel ist natürlich, eine Notenverbesserung zu erreichen, oftmals überhaupt die Versetzung ins nächste Schuljahr zu schaffen; was auch in den meisten Fällen gelingt. Langfristig geht es bei der Schülerhilfe jedoch um deutlich mehr: Das Selbstbewusstsein der Schüler wieder aufzubauen, soziale Kompetenzen zu stärken und die Angst vor der Schule zu nehmen. Im besten Fall gar Freude am Lernen und echtes Interesse am ungeliebten Schulfach zu wecken. „Es geht uns darum, die Schüler aus ihrem Tief herauszuholen und zu motivieren“, erklärt Ariane Hümpel. „Dann begreifen sie sehr schnell, dass die Nachhilfe keine Strafe ist, sondern eine echte Bereicherung – eine Chancenverbesserung!“

Woher kommen die Erfolge, was macht man bei der Schülerhilfe anders als in der Schule? „Wir können in einer Gruppe von vier bis fünf Schülern ganz anders arbeiten, als in einer Schulklasse mit 28 Schülern. Der Nachhilfelehrer kümmert sich persönlich um jeden Schüler, kann sich individuell auf jedes Kind einstellen“, sagt Ariane Hümpel. Hinzu kommen Elterngespräche, in denen sich Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam an einen Tisch setzen, sich austauschen und Ziele definieren; allerdings – und das sei besonders wichtig – möglichst ohne Druck. Darüber hinaus gehe es bei der Schülerhilfe nicht nur um starres Lernen, sondern zwischendurch auch immer wieder um Persönliches: „Unsere Nachhilfelehrer reden mit den Schülern darüber, wie es ihnen geht und was sie beschäftigt. Verständnis und gegenseitiger Respekt spielen eine große Rolle für den Spaß am Lernen und somit für den Erfolg in der Schule.“

Das Team der Schülerhilfe in der Münzstraße. Foto: Stephen Dietl

Das Team der Schülerhilfe in der Münzstraße. Foto: Stephen Dietl

Einer unserer Nachhilfelehrer ist Dominic Schliestedt. Der 23-Jährige studiert Mathematik und Biologie auf Lehramt an der TU Braunschweig und ist seit zwei Jahren Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften im Team von Ariane Hümpel. „Fast allen Schülern gelingt eine deutliche Verbesserung ihrer Noten. Schüler, die am Anfang ruhig waren, stellen nun offene Fragen, fühlen sich sicherer“, verrät der Mathematiker. „Bei mir sollen die Schüler nicht einfach Formeln auswendig lernen, sondern verstehen, was dahinter steckt. Ich nehme ihnen die Angst vor der Mathematik.“ Sein Job bei der Schülerhilfe ist für den angehenden Gymnasiallehrer eine ideale Ergänzung zum Studium.

Und was sagen seine Schüler dazu? „Es macht einfach Spaß, hierher zu kommen. Besonders wenn man die Fortschritte in der Schule sieht“, berichtet der dreizehnjährige Mladen. Nachdem seine Noten in Mathe und Deutsch zum Halbjahr der siebten Klasse immer mehr sanken und er dem Stoff nicht mehr folgen konnte, suchte er Hilfe und fand sie in der Münzstraße, wohin er seitdem zweimal pro Woche nach der Schule geht. „Früher konnte ich Mathe überhaupt nicht leiden. Aber sobald man es versteht, macht das Lernen sogar richtig Spaß. Hier hat man immer die volle Aufmerksamkeit des Nachhilfelehrers. Er erklärt es einem so gut und so oft, bis man es wirklich verstanden hat.“ Und so ist inzwischen aus der Fünf in Mathe eine Drei mit Spaß am Lernen geworden – dank Ariane Hümpel und ihrem Team engagierter junger Nachhilfelehrer bei der Schülerhilfe!

Text und Fotos: Stephen Dietl
Artikelbild: Dominic Schliestedt und sein Schüler Mladen.

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