Handwerk ist Zukunft

Das Handwerk muss sich immer neuen Herausforderungen stellen und sich den heutigen Anforderungen anpassen. Nicht zuletzt durch die immer weiter voranschreitende Digitalisierung. Damit die Konzentration auf das komplexer werdende Kerngeschäft gelingt, hält die Kreishandwerkerschaft Region Braunschweig-Gifhorn als Interessensvertretung ihren insgesamt 35 Innungen, vertreten als Zusammenschluss von mittelständischen Handwerks-Unternehmen, den Rücken frei.

Die Kreishandwerkerschaft als Dienstleister

Die Dachorganisation vertritt die Interessen ihrer rund 1200 Mitglieder sowohl in rechtlicher, wirtschaftlicher und sozialpolitischer als auch in fachlicher Hinsicht. „In erster Linie verstehen wir uns als Dienstleister für unsere Mitglieder, für die wir umfassende Beratungs- und Auskunftsleistungen erbringen. Als Informationsbörse und Service-Center des regionalen Handwerks liefern wir das Rüstzeug, damit sich unsere Mitgliedsunternehmen im beruflichen Wettbewerb behaupten können. Als Interessensverbund ist es uns durch unsere Mitgliedschaften auf Landes- und Bundesebene auch möglich, auf für das Handwerk relevante Grundsatzfragen Einfluss zu nehmen und somit für den Erhalt der unternehmerischen Rahmenbedingungen einzutreten. Unsere Tarifkompetenz wird durch die Mitgliedschaft in den Landesverbänden wahrgenommen“, skizziert Geschäftsführer Dr. Andreas Bierich.

Für mehr Beachtung für die Interessen der kleinen Betriebe

Da der typische Handwerksbetrieb in unserer Region ein Kleinbetrieb ist, der sich alleine kaum Gehör verschaffen könnte, ist die Kreishandwerkerschaft Region Braunschweig-Gifhorn besonders gefordert. Neben dem Geschäftsführer sorgen acht Mitarbeiter in der Geschäftsstelle Braunschweig und drei Mitarbeiter in der Geschäftsstelle Gifhorn dafür, dass die Interessen der kleinen Betriebe in Politik und Wirtschaft Beachtung finden. Mit Beginn des Jahres 2010 fusionierten die bis dato eigenständigen Kreishandwerkerschaften Braunschweig und Gifhorn. Darüber hinaus besteht seit Januar 2015 eine Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft Peine. Damit wurden die Kräfte für das Handwerk in der Region noch einmal gebündelt. „Immer wieder finden Gespräche mit Vertretern aus der regionalen Politik und Wirtschaft statt, um den Interessen der Mitgliedsbetriebe Nachdruck zu verleihen“, so Bierich.

Das Handwerk – für jeden etwas

Eine weitere Spezifik des Zuständigkeitsbereiches der Kreishandwerkerschaft Region Braunschweig-Gifhorn ist die überaus starke Prägung durch die Bereiche Zulieferer und Auftragnehmer. Vor allem die Automobil- und die Stahlbranche dominieren das Geschehen. Den vielzitierten goldenen Boden hat sich das Handwerk in dieser Region trotz allem in sämtlichen vertretenen Branchen bewahrt. „Das Handwerk ist ein Berufsfeld mit jeder Menge Zukunftspotenzial und bietet für all jene große Chancen, die ihre Ideen direkt in die Tat umsetzen wollen. Ein Beruf im Handwerk bietet also eine Kombination zwischen Hand und Kopf, der Handwerker packt an und muss dabei auch kreativ sein“, betont Bierich und ergänzt: „Wer eine Ausbildung im Handwerk absolviert hat, dem stehen unzählige Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Eine der wichtigsten davon ist zweifelsfrei die Absolvierung der Meisterprüfung. Mit dem Meistertitel erhält man die Befähigung und Kenntnisse zum Führen eines eigenen Betriebes, aber auch die Möglichkeit, selber im Handwerk auszubilden. Seinen Meister kann jeder machen, der einen Gesellenbrief oder mindestens drei Jahre Berufserfahrung in seinem Handwerk hat. Und ganz nebenbei sind die Verdienstmöglichkeiten bei weitem nicht so schlecht, wie oft behauptet wird. Vergleicht man direkt, steht ein Meister im Schnitt finanziell oftmals besser da, als Akademiker.“

Weiterführende Informationen

Durch die duale Ausbildung im Handwerk, erhält der Auszubildende eine optimale Berufsausbildung. Qualifizierte Junggesellen und Junggesellinnen sind derzeit sehr gefragt.

Mehr Informationen zu den einzelnen Berufsbildern im Handwerk.
Informationen zur Fortbildung zum Meister.
Informationen zum Thema „Übernahme und Übergabe von Betrieben“.

Titelbild: Die Rechtsanwältin Jennifer Günther (Rechtsberatung, Tarif- und Arbeitsrechtsauskünfte, Meisterkurse) und Dr. Andreas Bierich (Geschäftsführer, Fachanwalt für Arbeitsrecht). Foto: André Pause

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