Neue Heimat für Menschen aus der ganzen Welt

„Wo ich meinen Hut hinhäng’, da bin ich zu Hause“, hieß es in einst in einem Song von Udo Lindenberg. Ganz so einfach ist das Ankommen in der Fremde freilich nicht immer. Sprachbarrieren, unterschiedliche gesellschaftliche und kulturelle Gepflogenheiten oder behördliche Regularien – die Ursachen, die eine reibungslose Integration fern der Heimat erschweren oder verhindern, sind vielfältig.

Betreuung des gesamten Settling-In-Prozesses

Wohl dem, der einen Partner an der Seite hat, der sich um alles Wesentliche kümmert. Die Firma THOREY Relocation Services betreut seit 1997 Unternehmen und Mitarbeiter bei einem berufsbedingten Standortwechsel, kümmert sich um reibungslose Abläufe des Settling-In-Prozesses: angefangen bei der Domizilsuche und Behördengängen, über die Bereitstellung von Telefon und Internet bis hin zum Arztbesuch. „Unser Dienstleistungsspektrum umfasst alles, was mit der Entlastung des Mitarbeiters und seiner Integration vor Ort zu tun hat. Für einen Außenstehenden erscheinen die zu erledigenden Angelegenheiten oft wie ein Monstrum, vor allem, wenn man die Sprache nicht beherrscht. Das Leben in Deutschland ist schließlich ein komplett anderes als in Indien, auch ein komplett anderes als in Frankreich“, erzählt Unternehmensgründerin und Inhaberin Anne Rangette, deren Angebot sich besonders an mittelständische und große Unternehmen, Manager sowie Führungspersonal und deren Familien richtet.

Von der Idee zum Unternehmen

Sie selbst weiß das am allerbesten. Anfang der 90er-Jahre, kurz nach der Grenzöffnung, kam die gebürtige Französin gemeinsam mit ihrem Mann in die Region. Anders als bei früheren Stationen in Bayern oder Nordrhein-Westfalen sei es ihr hier zunächst sehr schwer gefallen, Fuß zu fassen: „Ich bin Übersetzerin von Beruf und war in der ersten Zeit ziemlich allein in meinem Kämmerlein. Das war nicht so lustig. Wir haben uns hier um alles selbst gekümmert. Zwar hätte das Unternehmen meines Mannes Dienstleistungen zur Integration wie die Suche bei der Domizilsuche bezahlt, aber es gab dort intern einfach niemanden, der sich darum hätte kümmern können“, erinnert sich Rangette, „So ist die Idee entstanden, diese Dienstleistungen, die wir selbst erbracht haben, in professioneller Form aufzubauen und den Unternehmen anzubieten.“

Kunden aus der ganzen Welt

Damals wurde die Frau, die mit THOREY Relocation Services heute an den Standorten in Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter, Hannover und Kassel erfolgreich agiert, von einigen belächelt. Zudem war die wirtschaftliche Lage bis ins Jahr 2000 nicht gerade einfach. Rangette aber glaubte an ihre Vision. Die ersten zwei Jahre seien nicht einfach gewesen, erzählt sie, auch wenn sich die ersten Klienten schnell meldeten. „Rückblickend war es dennoch genau die richtige Zeit, diese Firma aufzubauen. Heute befinden sich insgesamt mehr als 100 Unternehmen in unserer Kartei. Und die Unternehmen kommen mittlerweile im wahrsten Sinne des Wortes aus der ganzen Welt. Alle Kontinente sind vertreten. Mal betreuen wir für einen Kunden einen oder zwei Mitarbeiter, mal sind es gleich mehrere Hundert.“, so die Gründerin.

Jede Dienstleistung ist individuell

Weil jede Kultur und jeder Kunde anders ist, werden die Dienstleistungen immer individuell nach vorheriger Absprache erbracht. Mehrere Mitarbeiterinnen sind neben Anne Rangette an den verschiedenen Standorten im Einsatz. Zudem ist das Backoffice in Hannover in der Woche durchgehend von 8:00 bis 18:00 erreichbar. „Wir sind wirklich für alle Berufsgruppen da, vom Facharbeiter im Bereich Triebwerkmechanik, über den Marketingspezialisten oder die Personalmanagerin bis hin zum Arzt und der Fachkraft aus dem medizinischen Bereich. Bei uns ist alles vertreten. Im Augenblick betreuen wir zum Beispiel viele IT-Spezialisten aus Indien“, skizziert Rangette.

Anspruchsvolle Tätigkeit ohne festes Berufsbild

Um diese individuelle Betreuung der Klienten zu gewährleisten, müssen alle THOREY-Mitarbeiterinnen ein umfangreiches Anforderungsprofil erfüllen. Neben einer Portion Charme sind vor allem Diplomatie, Empathie, Flexibilität, Fachkenntnisse aus den verschiedensten Bereichen sowie interkulturelle Kompetenz gefragt. Annabell Boguschewsky und Katja Mondry stellen diese Fähigkeiten am Standort Braunschweig Tag für Tag unter Beweis. Dass beide aus komplett unterschiedlichen Branchen kommen, ist für die Tätigkeit ohne festes Berufsbild (es gibt keinen Lehrberuf) geradezu ideal. Wie das gesamte Team, das sich immer wieder gegenseitig befruchtet, ergänzen sich die Juristin Mondry, die zuvor als Anwältin arbeitete und seit 2009 im Unternehmen ist, und Boguschewsky, die Englisch und Geschichte studiert hat, vortrefflich.

Das Team befruchtet und ergänzt sich gegenseitig

Annabell Boguschewsky freut sich noch heute, dass sie vor fünf Jahren zu THOREY Relocation Services gekommen ist. Damals kannte ich diese Dienstleistung noch gar nicht richtig, ich fand das Tätigkeitsfeld aber sofort interessant. Heute genieße ich es, so viele und immer wieder neue Kulturen kennenzulernen. Außerdem ist es toll, dass ich mein Englisch täglich nutzen kann“, betont Boguschewsky. Eine ihrer Lieblingsaufgaben ist die Durchführung der stark nachgefragten Orientierungstouren. „Ich freue mich selbst jedes Mal, wenn ich die Leute für Braunschweig begeistern kann, weil es ja auch meine Stadt ist. Mit einigen bin ich den ganzen Tag unterwegs, stelle die Historie aber auch Einkaufsmöglichkeiten und die jeweiligen Wohngebiete vor. Es gibt sogar Klienten, die extra zur Orientierung hierher kommen, ohne dass der Arbeitsvertrag unterschrieben ist. Da haben die Unternehmen natürlich ein gesteigertes Interesse, dass die Orientierung hundertprozentig klappt, der zukünftige Mitarbeiter absolut zufrieden ist.“

Auch Boguschewskys Kollegin Katja Mondry ist rundum zufrieden. Sie findet ihre jetzige Arbeit sogar weitaus spannender als den Anwaltsberuf. „Hier sind die Leute einfach immer glücklich, wenn man ihnen hilft“.

Förderer der Region

Ein bis drei Monate dauert die Betreuung der einzelnen Klienten in der Regel, je nach Umfang des gebuchten Leistungsspektrums. „Auch wir lernen dabei jeden Tag dazu, befinden uns diesbezüglich in einem fortwährenden Prozess. Wir freuen uns einfach wenn die Mitarbeiter einer Firma sich hier wohlfühlen. Deshalb arbeiten wir gerne in der und für die Region, die wir als Metropolregion sehen und freuen uns, deren Botschafterinnen zu sein“, sagt Anne Rangette.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Unternehmens: www.thorey-services.de.

Text und Bild: André Pause

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