Untersuchung zeigt: Immer mehr junge Menschen zieht es nach Braunschweig

Eine Studie im Auftrag der deutschen Wohnungswirtschaft identifiziert die 30 Städte mit der größten Anziehungskraft in Deutschland. Mit dabei: Braunschweig, die einzige „Schwarmstadt“ Niedersachsens. Warum Braunschweig so beliebt ist, verrät eine weitere Studie: die Ergebnisse der jüngsten Bürgerbefragung zur Lebensqualität in Braunschweig liegen vor.

Topaktuell und gerade erst von der Stadt Braunschweig veröffentlicht: die Auswertung der vierten Bürgerbefragung zur Lebensqualität in Braunschweig. Ergebnis der repräsentativen Umfrage, die parallel in zwanzig weiteren deutschen Städten durchgeführt wurde: die Braunschweiger sind mit der Lebensqualität in ihrer Stadt in hohem Maße zufrieden! Im Städtevergleich zeigt sich, was die gut 800 Befragten an ihrer Heimatstadt besonders schätzen. Deutlich über dem Städtedurchschnitt: die Zufriedenheit mit öffentlichen Flächen und Grünflächen. Wer die zahlreichen Parks in Braunschweig nutzt, kann sich über Sauberkeit, geringe Lärmbelastung und gute Luft freuen, auch hier: überdurchschnittliche Zufriedenheit. Zufrieden ist der überwiegende Teil der Befragten auch mit der eigenen beruflichen und finanziellen Situation. Hier liegen die Werte im Städtedurchschnitt, allerdings mit überdurchschnittlich eingeschätzten Zukunftsperspektiven. Macht es zufrieden, in Braunschweig zu leben? – Offensichtlich, 95% Zustimmung!

Braunschweig auf der Liste der „Schwarmstädte“

Kein Wunder, dass Braunschweig Menschen anzieht – aus der Region, aber auch darüber hinaus, deutschlandweit. Braunschweig ist auf Wachstumskurs und wird laut jüngster Bevölkerungsprognose der NBank als eine der wenigen niedersächsischen Großstädte in den kommenden zwanzig Jahren weiter wachsen. Eine besondere Dynamik für die Stadt geht dabei vom Zuzug der 20- bis 34-jährigen aus. Es sind vor allem die Berufseinsteiger, die in Braunschweig gute und dauerhafte Entfaltungsmöglichkeiten haben. Sie schaffen eine Attraktivität, die Sogwirkung entfaltet: andere Berufsanfänger ziehen nach, ein Trend, der sich selbst verstärkt. Damit ist Braunschweig einer von bundesweit nur 30 Orten, denen es gelingt, so viele Jüngere anzulocken, dass sich deren Geburtsjahrgänge verdoppeln. Der Fachbegriff für dieses Phänomen: „Schwarmstädte“. Die Löwenstadt spielt damit in einer Liga mit München, Leipzig, Köln oder Berlin. Außerdem bemerkenswert: Braunschweig ist Niedersachsens einzige „Schwarmstadt“ und liegt bei der Wachstumsrate der 20- bis 34-jährigen Einwohner sogar noch vor der Elbmetropole Hamburg.

Standortvorteile und Lebensqualität

Was macht Braunschweig als „Schwarmstadt“ aus? Es ist zum Beispiel der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort mit seinen guten Berufschancen, einem attraktiven Branchenmix und einer Firmenlandschaft, die vom jungen Startup über das mittelständische Unternehmen bis hin zum Global Player reicht. Hinzu kommt die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie, hier hat Braunschweig in der jüngsten Bürgerbefragung deutlichen zugelegt. Für den Braunschweiger außerdem auf der Habenseite: eine übersichtliche, aber vielfältige Stadt der kurzen Wege mit einer lebendigen urbanen Szene, die Bürgerumfrage bescheinigt eine überdurchschnittliche Zufriedenheit mit den hiesigen Kultureinrichtungen. Ob Hoch- oder Subkultur, ob Oper im Staatstheater oder Kneipenkonzert, für jede und jeden ist etwas dabei. Das gilt auch für die starke Gastronomie oder den Einzelhandel, die Zufriedenheit mit den Shoppingmöglichkeiten in der City ist topp im Städtevergleich. Und natürlich zieht der Hochschulstandort Braunschweig mit der Technischen Universität, der Hochschule für Bildende Künste und die Ostfalia Hochschule jedes Semester junge Studierende in die Stadt.

Junge Erwachsene finden in „Schwarmstädten“ zusammen – auch in Braunschweig

Ein weiterer zentraler Faktor für das Phänomen der „Schwarmstädte“: die demographische Entwicklung. In einer alternden Gesellschaft suchen die Jungen vermehrt ihresgleichen – denn sie werden immer weniger. In den neuen „Schwarmstädten“ finden sie zusammen, individuelle Entscheidungen führen bei der Standortwahl wie bei der „Schwarmintelligenz“ zu signifikanten Kollektiverscheinungen. Die Kehrseite der Medaille: schrumpfende Städte und Regionen andernorts, und in den „Schwarmstädten“ steigen nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Mieten. In und um Braunschweig heißt es allerdings aufatmen. Denn Braunschweigs wirtschaftliche und kulturelle Stärke strahlt nicht nur auf die Region zurück, sie geht auch zu einem wichtigen Teil von ihr aus und macht die Löwenstadt zu dem, was sie ist. Auch die Lage am Wohnungsmarkt wird deutlich besser bewertet als in anderen Städten. Bis 2020 sollen darüber hinaus 5000 neue Wohneinheiten in Braunschweig geschaffen werden, auch für den kleinen Geldbeutel. Mehrere hundert davon sind bereits im Bau. Das Motto lautet also: wer von Braunschweig schwärmt, schwärmt nach Braunschweig!

Text: Jan Engelken
Foto: Kohlmarkt Braunschweig. Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH/Daniel Möller

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