borek.digital – Mut zum Wandel

Start-ups, Mentoren-Programme und Scholarships – das klingt ein bisschen wie Vokabular aus dem kalifornischen Silicon Valley, dem Geburtsort richtungsweisender Entwicklungen und taktgebender Unternehmen des digitalen Zeitalters. Und das soll es auch: Denn mit borek.digital geht die Richard Borek Unternehmensgruppe neue Wege und holt den innovativen Gründergeist nach Braunschweig.

„Digitalisierung bedeutet Umdenken: in der Arbeitsweise, im Umgang mit neuen Technologien, aber auch in Bezug auf die Anforderungen der Kunden“, weiß Nima Shafaghat. Der 32-jährige Wirtschaftsinformatiker ist seit Kurzem verantwortlich für die Digitalisierung der Richard Borek Unternehmensgruppe, einer eigens für ihn geschaffenen Position, um sowohl das Unternehmen als auch die Region mit unkonventionellen Ideen nach vorne zu bringen. „Ich bin das freie Radikal“, scherzt Shafaghat. Bevor der gebürtige Braunschweiger iranischer Abstammung zu Borek kam, war er international für einen großen Automobilkonzern tätig und führte dort smarte Geräte wie Tablets, Smart Watches oder die Google Glass in den Betriebsalltag ein. „Der Wandel bedeutet vor allem ein Umdenken seitens der Mitarbeiter und Führungskräfte: flachere Hierarchien, schnellere Prozesse, kleinere Arbeitsgruppen, Interdisziplinarität. Zugleich muss man den Leuten aber auch das Know-how und die richtigen Tools mitgeben.“ Voraussetzung seien entsprechende Rahmenbedingungen.

„borek.digital ist das Bestreben, für die Unternehmensgruppe neue Impulse zu setzen und zugleich auch die Region nachhaltig zu fördern“, erklärt Shafaghat. Denn Engagement über den eigenen Betrieb hinaus hat bei Familie Richard Borek Tradition: Seit mehr als 35 Jahren unterstützt die Richard Borek Stiftung kulturelle und soziale Projekte. Und nicht zuletzt ist man mit MDM, dem größten Münzhandelshaus der Welt, und den anderen Gesellschaften der Unternehmensgruppe ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit internationalem Renommee. Ein innovatives Unternehmen, das die Tradition mit der Zukunft verbindet.

Und mit borek.digital stellt man nun erstmals das große Kreativpotenzial der Löwenstadt in den Mittelpunkt. Die Technische Universität, die Fachhochschule Ostfalia und die Hochschule für Bildende Künste sowie eine Vielzahl namhafter Einrichtungen im Bereich der Forschung und Entwicklung machen Braunschweig zu einer der forschungsintensivsten Regionen Europas. „Aus den hiesigen Bildungseinrichtungen gehen jedes Jahr viele junge Talente hervor, es entstehen so viele neue Ideen. Manchen fehlt dann aber noch ein Schlüsselmoment, sie auch in die Tat umzusetzen“, weiß Shafaghat.

Workshop im Rahmen des Digital Accelerator. Foto: Richard Borek Unternehmensgruppe

borek.digital ergreift daher jetzt verschiedene Maßnahmen, um diesen Schlüsselmoment auszulösen und das kreative Ökosystem zu fördern. Eine davon ist der Digital Accelerator: In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Entrepreneurship der TU Braunschweig und der FH Ostfalia werden pro Halbjahr bis zu fünf junge Start-ups vor Ort in einem zehnwöchigen Programm intensiv betreut. „Die Teams werden von externen Mentoren aus der Start-up-Szene begleitet. Zudem laden wir prominente Speaker zu Schwerpunktthemen ein. So war schon ein Professor aus dem Silicon Valley da und hat den Teilnehmern viele neue Impulse gegeben“, erklärt Shafaghat. Durch gezieltes Coaching und Coworking soll jungen Unternehmern zu einer schnelleren Geschäftsentwicklung verholfen werden. Das Besondere: Die Start-ups geben keine Gesellschaftsanteile ab.

Und beim ersten Start-up Weekend in Braunschweig, initiiert und veranstaltet durch die Richard Borek Unternehmensgruppe vom 20. bis 22. Oktober, lässt sich spielerisch und in kreativer Atmosphäre die Basis für ein eigenständiges Unternehmen oder den Launch eines Produktes schaffen. Nebenbei kann man sich mit Gleichgesinnten austauschen und Kontakte zu Investoren knüpfen. Darüber hinaus wird die Unternehmensgruppe ein Stipendium vergeben, das einem Masterstudenten der TU Braunschweig die Möglichkeit gibt, einen Monat im Silicon Valley zu forschen.

„Wir möchten ein Umfeld schaffen, in dem sich kluge Köpfe wohlfühlen und hierbleiben, statt nach Berlin oder ins Silicon Valley abzuwandern. Ein Ökosystem, das auch für Start-ups interessant ist“, fasst Nima Shafaghat die Idee hinter borek.digital zusammen. „In wenigen Jahren werden unsere ersten Start-ups hoffentlich Unicorns, die dann ihrerseits wieder Kreative anlocken. Es ist eine spannende Zeit des Wandels.“ Und mit borek.digital hat Braunschweig für diesen Wandel nun die besten Voraussetzungen!

Teilnehmer des ersten Digital Accelerator in 2017 und das Team borek.digital. Foto: Richard Borek Unternehmensgruppe

Weitere Infos und Anmeldung zum Start-up Weekend und zum nächsten Accelerator-Programm unter www.borek.digital

Text: Stephen Dietl
Titelbild: Nima Shafaghat, im Hintergrund junge Start-up-Unternehmer bei Arbeit im Digital Accelerator. Foto: Stephen Dietl