BS ENERGY – Verbunden mit der digitalen Zukunft

Mit rund 1.200 Beschäftigten sorgt BS|ENERGY – Braunschweiger Versorgungs-AG & Co. KG für die Versorgung mit Strom, Gas, Fernwärme und Trinkwasser in der Löwenstadt. Die Unternehmenstochter Stadtentwässerung Braunschweig GmbH (SE|BS) betreibt die Stadtentwässerung, BS|NETZ – Braunschweig Netz GmbH das Versorgungsnetz. Zahlreiche Fachabteilungen tragen dazu bei, dass die Energieversorgung reibungslos funktioniert. Gleichzeitig wird permanent daran gearbeitet, Prozesse zu verbessern, um Unternehmensabläufe noch effizienter zu machen und den Kunden ein Höchstmaß an Komfort und Information bieten zu können. Digitalisierung heißt das Stichwort und mittlerweile versorgt BS|ENERGY Braunschweig nicht mehr nur mit Energie, sondern auch mit superschneller Glasfasertechnologie.

Digitalisierung gibt den Ton an

Bei diesem Wandel des Unternehmens vom reinen Energie- zu einem breit aufgestellten Infrastrukturdienstleister sind die Firmenbereiche IT sowie Informations- und Steuerungstechnik von besonderer Bedeutung. Ob Online-Kundenportal oder Automatisierung der Energieversorgung: Hier ist Digitalisierung längst keine Zukunftsmusik mehr – sie gibt den Ton an bei BS|ENERGY.

Joachim Mund ist Abteilungsleiter der BS|ENERGY Abteilung IB – Business Solution. Mit drei Teams und insgesamt 47 Mitarbeitern kümmert er sich um die Unternehmens-IT: Das Team Applikationsbetreuung kümmert sich um Betrieb und Weiterentwicklung der mehr als 150 unternehmensinternen IT-Systeme. Das Team Development entwickelt und konfiguriert IT-Lösungen von Onlinetechnologien wie das BS|ENERGY-Kundenportal bis hin zu Erweiterungen für die SAP-Systeme. Die Prozessconsultants im dritten Team beraten die Unternehmensbereiche in digitalen Anwendungen zur Unterstützung der Geschäftsprozesse und bewerten deren fachspezifische Anforderungen. Hinzu kommen die beiden Stabsstellen Project Management Office sowie Architektur- und Release-Management.

„Die richtigen IT-Trends aufgreifen“

Im IT-Bereich von BS|ENERGY wird Digitalisierung nicht nur effektiv genutzt, sondern auch im Sinne von Unternehmen und Kundenfreundlichkeit mitgestaltet. Zukunftsthemen wie das „Internet der Dinge“ oder Cloud- und Blockchain-Technologien beschäftigen Mund und sein Team: „Es liegt an uns, die richtigen Trends im Sinne des Unternehmens aufzugreifen und weiterzuverfolgen.“ Der Mut zur Innovation ist in der Unternehmenskultur von BS|ENERGY sehr wichtig: „Fehler sind Teil des Lern- und Optimierungsprozesses, ohne dass der Kunde oder der Geschäftsbetrieb darunter leiden“, erklärt Joachim Mund. Eine Unternehmenskultur, die dem 58-jährigen gebürtigen Ulmer gefällt. Der Elektrotechnikingenieur, der von Anfang an im IT-Bereich gearbeitet hat, schätzt auch die hohe Identifikation der Mitarbeiter mit BS|ENERGY.

Wer im Bereich IT bei BS|ENERGY einsteigen möchte, sollte Leidenschaft sowohl für das Business als auch für das Thema IT mitbringen und gleichzeitig über den Tellerrand der eigenen Disziplin blicken können. „Der Trend geht weg vom reinen IT-Fachmann, hin zum IT-Generalisten“, berichtet Mund. „Wer dazu noch Teamgeist mitbringt, ist bei uns genau richtig. Das gilt auch für IT-affine Quereinsteiger.“

Glasfasertechnologie für schnelles Internet: Keine 5mm im Durchmesser, enthält das schwarze Kabel vier filigrane Glasfasern. Foto: Jan Engelken

BS|NETZ setzt auf Automatisierung und Glasfasertechnologie

Teamgeist und Fachkompetenz zählen auch in der Abteilung von Markus Hecht, er leitet den Bereich Informations- und Steuerungstechnik bei BS|NETZ. Der 42-jährige Elektroingenieur mit der Fachrichtung Energietechnik hat 2003 als Trainee bei der damaligen Energienetze Braunschweig GmbH (EN|BS) angefangen. „Das Traineeprogramm hat mir sehr gut gefallen, weil man alle Teile des Unternehmens kennen lernt. Von diesen Erfahrungen profitiere ich bis heute“, sagt Hecht.

Die Abteilung Informations- und Steuerungstechnik besteht aus 24 Mitarbeitern in zwei Bereichen: Der Bereich Informations- und Automatisierungstechnik beschäftigt sich vor allem mit der Automatisierung des Wasser- und Gastransports. Der Bereich Fernmeldenetze betreibt ein konventionelles Kupferfernmeldenetz und ein hochmodernes Glasfasernetz.

Überholspur auf der Datenautobahn

Mit den beiden Kommunikationsnetzen wird die Energieversorgung gesteuert – aber das Glasfasernetz kann noch sehr viel mehr: Das schmale Kabel erlaubt im Download Bandbreiten von bis zu 250 Mbits/Sekunde, zukünftig wird sogar ein Vielfaches möglich sein. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Bandbreite liegt in Deutschland bei 13,9 Mbits/Sekunde. Mit FTTH (Fibre To The Home) biegen vor allem die Braunschweiger Neubaugebiete direkt auf den neuen Daten-Speedway ein.

Markus Hecht (Leitung Bereich Informations- und Steuerungstechnik bei BS|NETZ) mit einem „Flatliner“. In dem bunten Kabelschutzrohr gelangt das Glasfaserkabel direkt in die Wohnung. Foto: Jan Engelken

Im Vergleich zum Kupferkabel bietet das Glasfaserkabel diverse Vorteile: „Die Bandbreite des Kupferkabels nimmt ab, je weiter der Anschluss von der TK-Verteilerstation entfernt liegt. Dieses Problem besteht mit Glasfaserkabeln nicht, denn hier werden die Informationen mit Lichtimpulsen übertragen“, erklärt Hecht. Außerdem ist die Glasfasertechnik kaum störanfällig und gewissermaßen „zukunftsfest“. „Auch in zehn oder zwanzig Jahren wird noch über Glasfaser kommuniziert werden“, ist Hecht überzeugt.

Voraussetzungen schaffen für die Möglichkeiten der Zukunft

Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes reagiert das Unternehmen auf eine Vielzahl zukünftiger Entwicklungen: Zum einen wird Braunschweig stetig wachsen, an dem Ausbau der Energie- und Kommunikationsinfrastruktur führt kein Weg vorbei. Auf der anderen Seite sind es technische und gesellschaftliche Trends, denen auf diese Weise Rechnung getragen wird: Zum Beispiel wird das Arbeiten von zuhause aus vereinfacht und so zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie beitragen. Hinzu kommen das „Internet der Dinge“, das Gebrauchsgegenstände zunehmend „intelligenter“ macht und an das Internet bindet oder Zukunftstrends wie das „Smart Home“. Den praktischen Zugriff auf kostenfreies W-LAN im Innenstadtbereich hat BS|ENERGY in Zusammenarbeit mit dem Kommunikationsdienstleister htp übrigens jetzt schon realisiert.

Aber zurück zur (beruflichen) Zukunft: Für wen ist die Abteilung Informations- und Steuerungstechnik bei BS|NETZ der richtige Arbeitsplatz? „Wir setzen sehr stark auf eigene Auszubildende der Fachrichtung Elektrotechnik, es gibt aber auch mehrere Ingenieure in meiner Abteilung“, berichtet Hecht. Im Übrigen werden Weiterbildungsmaßnahmen von Mitarbeitern aktiv vom Unternehmen unterstützt. Und was schätzt Markus Hecht selbst an seinem Job bei BS|NETZ? „Die sehr hohen Freiheitsgerade am Arbeitsplatz“, antwortet Hecht. „Man kann sich selbst entfalten und ausprobieren.“