Ein anspruchsvoller Beruf mit vielen Möglichkeiten

Das Städtische Klinikum Braunschweig ist eines der größten Krankenhäuser Niedersachsens. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Rund 59.000 stationäre und 200.000 ambulante Patienten werden jedes Jahr an den drei Standorten Salzdahlumer Straße, Celler Straße und Holwedestraße behandelt, Tendenz steigend. Ein Grund hierfür ist der gute Ruf des Klinikums. Patienten und Angehörige wissen, dass man im Klinikum gut aufgehoben ist und bestmöglich versorgt wird.

Pro Jahr 80 Ausbildungsplätze im klinikeigenen Schulzentrum

Unerlässlich für die optimale medizinische Versorgung: Eine umfassende und individuelle Krankenpflege. Auch hier ist das Klinikum Braunschweig sehr gut aufgestellt, neben 540 Medizinern sind 2.150 Krankenpflegerinnen und -pfleger am Klinikum Braunschweig beschäftigt. Darüber hinaus bildet das Klinikum als einer der führenden Ausbildungsbetriebe in der Region seine Fachkräfte selbst aus. Im klinikeigenen Schulzentrum für Gesundheitsfachberufe findet der Theorieunterricht für angehende Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und -pflegerinnen sowie Hebammen statt, die Praxis wird direkt im Klinikbetrieb vermittelt. „Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir diese Pflegeschule haben. So können wir selbst für qualifizierten Nachwuchs sorgen“, berichtet Klaus Jahnke, Leiter des Bereichs Personal und Wirtschaft am Klinikum Braunschweig.

Seit der Eröffnung der Pflegeschule im Jahr 1962 hat sich im Pflegebereich einiges getan: Aus der „Krankenschwester“ ist der Gesundheitsfachberuf „Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpfleger/in“ geworden, die Pflege hat sich von der Klinikroutine zur wissenschaftlich fundierten Spezialdisziplin entwickelt, Nachfrage und Ansehen der Pflegeberufe sind gestiegen. Wichtig für die Nachwuchsgewinnung im Pflegebereich: Mit überholten Klischees aufräumen und einen Einblick in ein modernes und attraktives Berufsbild mit Zukunftsperspektive geben. Genau das haben Michelle Klukowski und Julia Unger beim Best Choice Slam 2016 gemacht – die Auszubildenden am Klinikum räumten mit ihrem gelungenen Vortrag den ersten Preis ab.

Michelle Klukowski (li.) und Julia Unger haben mit einem Einblick in ihre Ausbildung am Klinikum Braunschweig den Best Choice Slam 2016 geholt. Foto: Jan Engelken

Viele Entwicklungsmöglichkeiten am Klinikum Braunschweig

Ein Jahr später befinden sich beide im dritten Lehrjahr und stehen kurz vor dem Examen. Michelle Klukowski, Auszubildende zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin schildert den Ausbildungsverlauf: „Unsere Ausbildung dauert drei Jahre. Zuerst lernen wir gemeinsam die Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers kennen, im dritten Lehrjahr spezialisieren wir uns auf unterschiedliche Krankheitsbilder. Während dieser drei Jahre haben wir regelmäßig Praxiseinsätze.“ Julia Unger ist Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege, parallel studiert sie Angewandte Pflegewissenschaften im Praxisverbund an der Ostfalia Hochschule in Wolfsburg. Der Studiengang ist voll in die Ausbildung integriert und wird nach dem Examen berufsbegleitend weitergeführt.

„Ein weiterer Vorteil ist die generalistische Ausrichtung des Studiengangs“, ergänzt die Leiterin der Pflegeschule, Michaela Picker. „Die häufig getrennten Bereiche Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege studieren hier gemeinsam.“ Aber auch wer nicht studieren möchte, findet am Klinikum Braunschweig ein großes Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten. „Dieser Beruf bietet – mit Studium oder ohne – viele Entwicklungsmöglichkeiten“, unterstreicht Klaus Jahnke. „Das Examen in der Krankenpflege ist weltweit anerkannt. Die Absolventen können damit überall arbeiten, auch ohne ein Studium. Und sie werden überall eine Arbeit finden. Die Nachfrage ist so hoch, dass sie sich die Arbeitgeber aussuchen können“, bestätigt Michaela Picker.

Erfolgreich in der Ausbildung: Vier Auszubildende der Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe am Klinikum Braunschweig haben den „Junge Pflege Preis 2017“ gewonnen. Foto: Klinikum Braunschweig /Jörg Scheibe

Erfüllende Arbeit mit und für Menschen

Die Zukunftsaussichten für angehende Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger sind also glänzend. Aber wer ist geeignet für diesen Job, was sollten Pflegeeinsteiger mitbringen? „Eine gute Pflegekraft muss teamfähig sein“, sagt Julia Unger. „Die Pflege ist eine komplexe Schnittstelle von vielen Beteiligten, Berufsgruppen und Prozessen. Es ist wichtig, sich dieser Schlüsselposition bewusst zu sein und ein entsprechendes Selbstverständnis zu entwickeln.“ Für Michelle Klukowski gehört außerdem die Fähigkeit zur Reflexion dazu: „Das Vermögen zu hinterfragen, ob das, was man gerade tut, auch richtig ist. Auf diese Weise machen wir nicht nur gute Arbeit, sondern prägen auch das Berufsbild des Krankenpflegers in der Gesellschaft.“

„Wichtig ist eine körperliche und emotionale Belastbarkeit, Neugierde, Flexibilität, ein Interesse am Menschen und am Fach. Und man muss Verantwortung übernehmen können. Hier gilt es, die richtige Balance zu finden. Denn für uns zählt nicht nur die Gesundheit unserer Patienten, sondern auch die unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betont Pflegeschulleiterin Picker. Wer diesem Job gewachsen ist, wird nicht nur mit einer guten beruflichen Perspektive belohnt: „Man verlässt das Klinikum nach dem Dienst  mit dem Gefühl, etwas bewirkt zu haben. Das macht die Tätigkeit zu einem sehr erfüllenden Beruf“, berichtet Michelle Klukowski. Und es gibt diese besonderen Momente, die auch Julia Unger schon erlebt hat: „Letztens ist mir eine Patientin, die vorher lange im Koma lag, auf dem Gang entgegengelaufen. Solche Erfolge sind großartig.“

Wer sich für eine Ausbildung am Klinikum Braunschweig interessiert, findet auf der Internetseite Informationen zu Gesundheits- und Pflegeberufen sowie weiteren Ausbildungsmöglichkeiten.

Alle Stellenangebote am Klinikum Braunschweig gibt es im Online-Bewerberportal.

Einer von drei Klinikstandorten in Braunschweig: Das Klinikum Celler Straße. Foto: Klinikum Braunschweig /Jörg Scheibe

 Titelbild: Foto: Jörg Scheibe