„Immer ein paar Jahre voraus“ – Arbeiten an der TU Braunschweig

20.000 Studierende und 240 Professuren mit 71 Studiengängen auf 400.000 m2 in 180 Gebäuden: Die im Jahr 1745 als „Collegium Carolinum“ gegründete Technische Universität Braunschweig ist eine der führenden technischen Hochschulen Deutschlands und ein eigener Kosmos innerhalb der Löwenstadt. Hier bildet sie das Herzstück einer der forschungsintensivsten Regionen Europas. Doch ihren erfolgreichen Betrieb ermöglichen erst die vielen engagierten Menschen hinter den Kulissen: Mit insgesamt 3.650 Mitarbeitern, davon rund 1.500 Beschäftigte außerhalb der Wissenschaft, ist die „Carolo Wilhelmina“ zugleich auch eine der größten Arbeitgeberinnen der Region.

„Arbeiten an der Universität hält jung“, schwärmt Dietmar Smyrek, hauptberuflicher Vizepräsident der TU Braunschweig. „Man hat täglich mit jungen Leuten und kreativen Ideen zu tun, ist ständig an aktuellen Themen dran.“ Der Diplomkaufmann ist seit 2010 verantwortlich für die Leitung der Universitätsverwaltung. Zuvor war er Standortleiter am DLR Braunschweig und Göttingen. „Die meisten unserer Beschäftigten haben eine unmittelbare Nähe zu den Professorinnen und Professoren und ihrer Arbeit. Wir dienen als Ansprechpartner und werden als Unterstützung wahrgenommen“, beschreibt Smyrek das Verhältnis von Wissenschaft und Verwaltung. „Wir sind kein anonymer Massenbetrieb. In der Wissenschaft ist jeder Fall ein Einzelfall, und es ist von allen Beteiligten viel Kreativität gefragt.“

Das Spektrum der Tätigkeitsfelder an einer großen Hochschule ist enorm. Denn neben den klassischen Verwaltungsfachkräften hat sie auch viele vermeintliche Exoten unter Vertrag. So beschäftigt die TU Braunschweig beispielsweise eigene Tischler: Viele tausend Stühle, Bänke und Tische, die von den Studierenden Tag für Tag beansprucht werden, müssen schließlich repariert und gewartet werden. Und sogar Piloten stehen im Dienst der Universität – praxisnahe Wissenschaft am Forschungsflughafen macht es möglich. Darüber hinaus gibt es Gärtner, Juristen, Reinigungskräfte, Mediziner, Buchbinder, Architekten, Informatiker, Sozialpädagogen, Techniker und viele mehr – ein Spiegelbild der modernen Arbeitswelt.

Zugleich sorgt die TU Braunschweig für mehr als nur den wissenschaftlichen Nachwuchs: Mit 130 Ausbildungsplätzen ist sie auch eine der größten Ausbildungsstätten der Region. Von Fachinformatikern und Verwaltungsfachangestellten über Industriemechaniker und Systemelektroniker bis hin zu Fitnesskaufleuten und Buchbindern: In den vielen Werkstätten, Büros und Laboren der universitären Einrichtungen werden 19 verschiedene Ausbildungsberufe gelehrt. Zudem heißt es auch hier, über den Tellerrand zu schauen und voneinander zu lernen: In der so genannten „Lernfabrik“ werden Studium und Ausbildung zusammengebracht. „Die Auszubildenden kommen in Berührung mit wissenschaftlichen Experimenten. Und die Studierenden erhalten Einblick in die Ausbildung und lernen praxisnah“, erklärt Smyrek.

Ob Studierende, Auszubildende oder Angestellte: Sie alle profitieren an der TU Braunschweig von der Vernetzung mit den zahlreichen außeruniversitären Forschungszentren und modernsten Arbeitsbedingungen. „Internationalität und Diversität sind in der Hochschule bereits seit Jahrzehnten ein Thema“, weiß Smyrek. „Wir sind bei vielen gesellschaftlichen Themen immer ein paar Jahre voraus.“ Das gilt auch für die praktischen Dinge des Berufsalltags, vom flexiblen Home Office bis zur Elektro-Tankstelle. Eine Universität ist in vielerlei Hinsicht ein gesellschaftlicher Impulsgeber.

Und so wird auch Familienfreundlichkeit groß geschrieben: Mit dem Dual Career Netzwerk SüdOstNiedersachsen widmet man sich gezielt der Förderung von Doppelkarrierepaaren. „Wenn jemand aus einer anderen Region hierher kommt, versuchen wir, innerhalb des Netzwerkes auch eine Beschäftigungsmöglichkeit für den Partner zu vermitteln“, erklärt Smyrek. Und Belegplätze für Kindergärten in Trägerschaft des Studentenwerkes erleichtern den Umzug für junge Familien. Personalentwicklungsprogramme sowie die kostengünstige Nutzung von Sportzentrum, Sprachenzentrum und Mensa runden das Komplettpaket ab – all das mit der Sicherheit und den Gerechtigkeitsprinzipien des öffentlichen Dienstes.

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Text und Foto: Stephen Dietl