Digital und voll vernetzt – Die Zuckerzukunft in Braunschweig

Zucker bewegt, und zwar jeden von uns: Der Haushaltszucker, auch Saccharose genannt, ist ein hocheffizienter Biotreibstoff, der den Organismus verlässlich mit Energie versorgt. In der Löwenstadt kann Zucker sogar noch mehr: Er schafft Arbeitsplätze und treibt europaweit rund 3.200 Mitarbeiter an, das Beste aus dem wertvollen Naturprodukt zu machen. Verantwortlich dafür: Das Braunschweiger Unternehmen Nordzucker AG, einer der führenden Zuckerhersteller Europas mit Kunden in der ganzen Welt.

Regional verwurzelt

Das Unternehmen ist genauso tief in der Region verwurzelt, wie die Zuckerrübe. Durch mehr als 175 Jahre Erfahrung in der Zuckerherstellung entstehen bei Nordzucker Qualitätserzeugnisse: Vom Haushaltszucker im Supermarkt bis zu Spezialprodukten für Lebensmittel- und Getränkehersteller. Zentral für den Erfolg des Traditionsunternehmens: Der Wille, gemeinsam immer besser zu werden und neue Wege zu beschreiten. In der Unternehmenszentrale in der Braunschweiger Innenstadt sowie in den europaweiten Produktionsstandorten werden Ideen entwickelt und umgesetzt. Und auch bei Nordzucker gilt: Kein Fortschritt ohne Digitalisierung. Industrie 4.0 ist hier das Stichwort. Technik vernetzt und intelligent einzusetzen, um Prozesse zu vereinfachen oder zu verbessern, Service-Angebote auszudehnen oder Dienstleister und Dienstleistungen zusammenzubringen und effizienter zu nutzen, das ist die Aufgabe der Zukunft. Eines der wichtigen Projekte im Sinne von Industrie 4.0 ist mit der digitalen Anbauberatung durch die neue Abteilung „Digital Grower Consulting“ verbunden.

In der Nordzucker-Zentrale in der Braunschweiger Innenstadt setzt man auf höchste Qualität – nicht nur in der Produktion, sondern auch am Arbeitsplatz. Foto: Nordzucker AG

Im Trend: Digitalisierung im Agrarbereich

Wer in der Abteilung „Digital Grower Consulting“ arbeitet, bringt idealerweise ein fundiertes IT-Wissen und Technikbegeisterung für den Agrarsektor mit – so wie Nico Loewel. Natürlich ist auch landwirtschaftliche Erfahrung unverzichtbar, denn der Rohstoff Zuckerrübe wird weiterhin auf den Äckern erzeugt. Der Fachinformatiker und studierte Agrartechniker kam 2017 zu Nordzucker nach Braunschweig und hat dort die neue Abteilung mit aufgebaut. „Wir entwickeln digitale Anwendungen, die dem Rübenanbauer direkten Zugriff auf seine individuellen Daten in unserem System ermöglicht“, schildert Loewel seine Aufgabe im Unternehmen. Auf diese Weise erhält der Nordzucker-Anbauer eine auf ihn angepasste Beratung und das unabhängig von Saison und Tageszeit. Neben der persönlichen Anbauberatung kommt also eine maßgeschneiderte, digitale Beratung hinzu. So können Unternehmen und Landwirte besser kalkulieren und flexibler reagieren. Die Arbeit an der digitalen Zukunft im Agrarbereich macht Loewel Spaß, bei Nordzucker kann er sich beruflich voll entfalten. Seine Vorstellung: „In Zukunft kann der Landwirt mit einer Nordzucker-App die Entwicklung seiner Zuckerrüben mit allen relevanten Informationen in Echtzeit beobachten. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es irgendwann eine Art ‚Rüben-Facebook‘ geben wird: Eine Community von Erzeugern, die sich über ihre Produktion austauscht.“

Landwirtschaft und modernste Technik gehen bei Nordzucker Hand in Hand. Foto: Nordzucker AG

Ein Schlüssel zum Erfolg: Mitarbeiterzufriedenheit und Wertschätzung

Es ist nicht nur die Tätigkeit, die dem 36-Jährigen an seinem Job gefällt, es ist auch das Unternehmen selbst. Sein vorheriger Job führte ihn zu einer Nordzucker-Werksbesichtigung. „Das starke Interesse dieses Unternehmens an der eigenen Belegschaft hat mich beeindruckt. Als dann mein damaliger Arbeitsvertrag auslief und gleichzeitig eine passende Stelle bei Nordzucker ausgeschrieben war, habe ich mich sofort beworben.“ Die nächste positive Überraschung für Loewel: Nach gerade mal einer Woche besuchte ihn Vorstandsmitglied Dr. Lars Gorissen persönlich im Büro und erkundigte sich nach seinen ersten Eindrücken am neuen Arbeitsplatz. „Dabei ging es nicht um den Job, sondern um meine Zufriedenheit als neuer Mitarbeiter im Unternehmen. Darum, ob ich gut angekommen bin.“ Die besondere Wertschätzung der Belegschaft spiegelt sich auch im Work-Life-Balance-Konzept des Unternehmens wider. Gesundheits-Check-Ups, Sport- und Präventionsprogramme sorgen für Fitness. Nordzucker kooperiert darüber hinaus mit einer Braunschweiger Kindertagesstätte – und falls die Kinderbetreuung mal nicht klappt, kommt das Kind einfach mit in den eigens dafür eingerichteten Familienraum. Die Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten, sorgt ebenfalls dafür, Familie, Privatleben und den Job bei Nordzucker optimal in Einklang zu bringen.

Hier entsteht „grüne“ Energie: Bei Nordzucker steht der nachhaltige Umgang mit dem wertvollen Naturrohstoff im Mittelpunkt. Foto: Nordzucker AG

Fit für den Weltmarkt

Was sollte man als neuer Mitarbeiter bei Nordzucker mitbringen? „Wichtig ist die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. Mit ‚Silodenken‘ kommt man hier nicht weit, denn wir sprechen miteinander und denken über Abteilungsgrenzen, Fachdisziplinen und Zuständigkeiten hinaus und sehen das gesamte Unternehmen und die gemeinsame Sache“, erklärt Loewel. Der respektvolle Umgang miteinander ist wichtig, um auch in Zukunft Topleistungen zu erbringen, denn Digitalisierung und technischer Wandel sind nicht die einzigen Herausforderungen für das Unternehmen. Am 1. Oktober fällt die europaweite Zuckermarktordnung, die Zuckerquoten und Mindestpreise für Zuckerrüben sind dann Geschichte, Nordzucker muss sich am freien Zuckermarkt behaupten. Aber Nordzucker ist gut vorbereitet, hat seine Hausaufgaben gemacht. Denn die Unternehmenspolitik wird schon lange nicht mehr an der Zuckerquote ausgerichtet, sondern am Kunden und seinen Wünschen und natürlich an den Anbauern.

Aktuelle Stellenangebote der Nordzucker AG finden Sie unter: https://www.nordzucker.de/neu/jobs-karriere/initiativbewerbung/stellenangebote.html

Text: Jan Engelken